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Mit Eventverbot gehen die Lichter aus: Dienstleister und Zulieferer rufen um Hilfe

Versprochener Umsatzersatz ist überfällig – Branchen wie Veranstaltungstechnik, Security, die Musik- und FilmproduzentInnen und viele mehr brauchen rasch Hilfe.

Mikrofon auf leerer Bühne
© Envato

Das Veranstaltungsverbot stellt viele Zulieferer und Dienstleister vor existenzielle Probleme. Die Geschäftsausfälle betreffen unterschiedliche Berufsgruppen: So fallen technische Dienstleister, Zelt- und Möbelverleiher, die Securitybranche, BerufsfotografInnen aber auch Film- und MusikproduzentInnen und viele mehr um wichtige Aufträge um.

Die Lichter gehen aus

Allein in der Gruppe der Beschallungs- und Beleuchtungstechniker sind 1.900 Unternehmen betroffen. "Durch das Veranstaltungsverbot sind die Unternehmen der Veranstaltungstechnikbranche faktisch geschlossen. Ohne Konzert-, Theater- und Kabarettaufführungen etc. sind Licht-, Ton- und Bühnentechniker arbeitslos und ohne Einkommen. Für diesen Wirtschaftsbereich herrscht seit März 2020, also über neun Monate, bis auf wenige Ausnahmen ein de-facto Shutdown mit wenig Aussicht auf Besserung. Umso notwendiger ist hier eine rasche, unbürokratische Hilfestellung für diese Betriebe", sagt Alexander Kränkl, Vorsitzender der Berufsgruppe der Beleuchtungs- und Beschallungstechniker.

Ebenso dramatisch ist die Lage für den Zeltverleih, sagt Branchensprecher Heinz Gruber: "Als Zeltverleiher sind wir direkt vom Veranstaltungsverbot betroffen und können unserer Tätigkeit seit März im großen Umfang und seit Anfang November überhaupt nicht mehr nachgehen. Da der Schwerpunkt der Verluste saisonal unterschiedlich gelegen ist, wäre eine rasche, unbürokratische und faire Unterstützungsleistung immens wichtig, um das wirtschaftliche Aus vieler Klein- und Mittelbetriebe noch verhindern zu können."

Keine Events, keine Bilder

"Es gibt derzeit keine Veranstaltungen, bei denen Menschen von uns festgehalten werden wollen. Alle Termine und Aufträge sind abgesagt oder bestenfalls verschoben", ergänzt Heinz Mitteregger, Bundesinnungsmeister der Berufsfotografen: "Keine Gruppenbilder, keine Vereine, keine Sitzungen, kaum Pressetermine: Hier werden die letzten Nischen der Fotografenarbeit geschmälert." Erschwerend kommt dazu, dass die Berufsfotografen mit ihren Ateliers zwar während des Lockdowns offen bleiben durften, aber die Kunden ausblieben.

Perspektive für Musik und Film

"Die von der Bundesregierung in den ersten Monaten beschlossenen Maßnahmen waren nicht immer treffsicher für die Film- und Musikwirtschaft. Uns ist bewusst, dass bei den ‚Fixkostenzuschüssen‘ im Frühjahr 2020 wichtige branchenspezifische Kosten nicht berücksichtigt wurden", so Alexander Dumreicher-Ivanceanu, Obmann des Fachverbands der Film- und Musikwirtschaft: "Genau aus diesem Grund haben wir seit Mai 2020 intensiv über Verbesserungen in Bezug auf den Ersatz für entgangene Umsätze verhandelt. Wir brauchen für die stark betroffenen Betriebe eine Perspektive für die kommenden Monate, bis sich schrittweise die Geschäftslage wieder normalisieren wird."

Die Dienstleistungsbereiche stehen durch den bis 6.1.2021 verlängerten Lockdown im Veranstaltungs- und Kulturbereich massiv unter Druck. "Aus diesem Grund wiederhole ich die Wichtigkeit rascher und unbürokratischer Hilfe für die indirekt betroffenen Branchen. Unsere vom Lockdown betroffenen Mitgliedsunternehmen brauchen eine Perspektive. Die Bundesregierung hat im November als Erste-Hilfe-Maßnahme einen Umsatzersatz für die unmittelbar vom Lockdown betroffenen Betriebe fixiert. Nach der Intensität des neuerlichen Dezember-Lockdowns für die Kultur- und Veranstaltungswirtschaft muss jetzt rasch mit dem Bundesministerium für Finanzen eine Lösung über weitere notwendige Maßnahmen gefunden werden. Denn die technischen und innovativen DienstleisterInnen im Bereich der Film- und Musikwirtschaft sind unverschuldet in diese Krise geraten und brauchen jetzt maximale Unterstützung", so Dumreicher-Ivanceanu.

Nicht mehr aufzuholen

Der Ausfall aktueller Umsätze und Erträge lässt sich durch das Verschieben von Veranstaltungen nicht wieder einholen. Die Ausfälle sind eine existentielle Herausforderung, die für die Dienstleister weit über das unternehmerische Risiko hinausgehen: Erträge für getätigte Investitionen können nicht erwirtschaftet werden. Oft wird mit nur einem Event pro Jahr innerhalb kurzer Zeit der gesamte Jahresumsatz generiert.

"Die Bundesregierung hat hier eine Lösung in Aussicht gestellt. Diese muss rasch vorliegen, denn unsere Betriebe schaffen es ohne Unterstützung nicht mehr, wie die vielfältige Betroffenheit im Gewerbe und Handwerk zeigt", sagt Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der WKÖ.

Bundesspartenobmann Robert Seeber, Vertreter der touristischen Betriebe in der WKÖ, schlägt in dieselbe Kerbe: "Auch unsere Branchen im Bereich der Organisations- und Vermittlungsdienstleister für Veranstaltungen leiden seit mittlerweile fast einem Jahr enorm unter der Corona-Krise. Tausende Betriebe, die indirekt von Lockdowns und Schließungen betroffen sind und bisher vielfach keine Unterstützung erhalten haben, sind in ihrer wirtschaftlichen Existenz massiv gefährdet. Auch hier bedarf es dringend einer Lösung für eine adäquate Unterstützung im Sinne eines Umsatzersatzes."

(ES/PWK611)

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