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Mineralölindustrie fordert Technologieoffenheit bei allen Energieträgern 

Anreize schaffen statt Verbote aussprechen, Fairness für Konsumenten

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In Hinblick auf die laufenden Koalitionsverhandlungen verleiht die Mineralölwirtschaft ihrer Forderung nach fairem Wettbewerb unter den Energieträgern Nachdruck. Gesicherte Energieaufbringung und -versorgung braucht klare Rahmenbedingungen. Jeder Energieträger – sowohl Öl, Gas als auch Erneuerbare – wird auch in Zukunft in den Sektoren Produktion, Verkehr und Raumwärme benötigt werden. 

Mobilität ist ein Grundbedürfnis der Gesellschaft. Antriebskonzepte und Kraftstoffe der Zukunft sind dabei von zentraler Bedeutung. Auch in den kommenden Jahren werden noch große Mengen an kohlenwasserstoffbasierten Kraftstoffen insbesondere in den Verkehrsbereichen Straße, Luft und Wasser benötigt werden. Ebenso werden am Raumwärmesektor Heizöle noch lange Zeit erforderlich sein. Gut funktionierende Energiesysteme, basierend auf einem ausgeglichenen Energiemix, sind die Voraussetzung, um eine moderne, nachhaltige, leistbare und wettbewerbsfähige Energieversorgung sicherstellen zu können. 

Gerechter Wettbewerb und Wahlfreiheit für die Konsumenten

Technologien eindimensional anhand einzelner Emissionsfaktoren zu bewerten und manche davon zu Gunsten anderer zu diskriminieren, sieht der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) sehr kritisch. Der Gesetzgeber ist gefordert, einen gerechten Wettbewerb unter den Energieträgern herzustellen und für Fairness für die Konsumenten zu sorgen. Verpflichtungs- und Verbotssysteme sind zu vermeiden, denn eine umfassende Energiepolitik darf die Konsumenten nicht an der Verwendung eines Energieträgers hindern. 

„Bei einer freien Wahl der Transportmittel sollen keine Regularien, sondern Anreize durch energiesparende Technik ausschlaggebend sein“, erklärt Dr. Christoph Capek, Geschäftsführer des Fachverbandes der Mineralölindustrie. Diese Forderung nach freier Wahl gilt auch für Heizstoffe am Raumwärmemarkt, wo vor allem wirtschaftliche, energieeffiziente und topographische Aspekte zu berücksichtigen sind. 

„Wir fordern die neue Bundesregierung auf, ein zeitlich abgestuftes Mehrphasenprogramm zu definieren, dass an die am Energiesektor tätigen Stakeholder – öffentliche wie private – adressiert ist und im Rahmen der Energiestrategie 2030 festlegt, welche Ziele wettbewerbsneutral, technologieoffen und realitätsnah erreicht werden sollen“, so Capek. Der Fokus liege dabei auf Zieldefinition sowie Anreizbildung und nicht auf Verboten und Geboten. Statt dirigistischer staatlicher Eingriffe sollten marktwirtschaftliche Instrumente wirken. 

Sinnvolle Förderpolitik gefragt

Die oft nicht klar nachvollziehbare Förderpolitik der diversen Gebietskörperschaften und sonstigen öffentlichen Organisationen ist generell in Frage zu stellen. Die neue Bundesregierung wird daher aufgefordert, die unterschiedlichen Förderungen aufeinander abzustimmen und ein Unterstützungssystem zu schaffen, welches die selbstregulierenden Kräfte des Energiemarktes nicht behindert. 

„Für das Gelingen der Energiewende halten wir effiziente und kundenorientierte Lösungen für notwendig. Deshalb wenden wir uns gegen starre Vorgaben und plädieren für echte Technologieoffenheit und Energieträgerneutralität“, so Capek abschließend.

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