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Mindestlohn in Österreich mit 1.500 Euro um 14 Prozent höher als Mindestlohn in Deutschland 

Gleißner: Große Vorleistung der Wirtschaft, im Gegenzug Entlastungen nötig

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„Volkswirtschaftlich mag die Etappenlösung der Sozialpartner zum Mindestlohn verkraftbar sein, für die betroffenen Branchen bringt sie aber erhebliche Belastungen“, relativiert Rolf Gleißner, stv. Abteilungsleiter für Sozialpolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Aussagen der AK Wien zur WIFO-Studie über Mindestlohn. Die Studie wurde von der Arbeiterkammer Wien in Auftrag gegeben. Das WIFO rechnet demnach mit Einkommenssteigerungen bzw. Mehrkosten von 910 Mio. Euro. 

Berücksichtigt man die in allen heimischen Kollektivverträgen vorgesehenen Sonderzahlungen, liegt der österreichische Mindestlohn um ca. 14 Prozent über dem deutschen Wert von 8,84 Euro pro Stunde. Die heimische Situation ist daher mit Deutschland nicht vergleichbar, zumal die Arbeitsmarktlage beim Nachbarn besser und der Fachkräftemangel noch viel stärker als in Österreich ist.

Inkl. Lohnnebenkosten ist Österreich europaweit an der Spitze

Mit 1.500 Euro 14 Mal im Jahr liegt Österreich in Europa hinter Luxemburg an zweiter Stelle und weit über dem Mindestlohn in den USA mit 7,25 USD pro Stunde, ja selbst über dem höchsten Mindestlohn eines US-Bundesstaates mit 11 USD pro Stunde. Rechnet man die in Österreich weit überdurchschnittlichen Lohnnebenkosten dazu, liegt Österreich in Europa sogar an der Spitze.

„1.500 Euro Mindestlohn sind daher eine große Vorleistung der Wirtschaft. Im Gegenzug erwarten wir eine Entlastung bei den Lohnnebenkosten und endlich Bewegung in der Arbeitszeit“, betont Gleißner. (PWK689/PM)

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