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Mindestens 1,5 Milliarden Euro zusätzliches Eigenkapital – Geld, das bei der Finanzierung der Unternehmen fehlt 

Nein zur Abschaffung des „KMU-Unterstützungsfaktors“

Franz Rudorfer, Sparten-Geschäftsführer Bank und Versicherung (WKÖ)
© WKÖ Franz Rudorfer, Sparten-Geschäftsführer Bank und Versicherung (WKÖ)

Eine aktuelle Studie der EU-Bankenaufsicht EBA zeigt, dass die Banken in Europa 135 Milliarden Euro zusätzliches Eigenkapital benötigen, um die neuen Eigenkapitalregeln des Basler Ausschusses (Basel IV) zu erfüllen. Auf die heimischen Institute fallen demnach 1,5 Milliarden Euro zusätzliches Eigenkapital – und das zusätzlich zu der in den vergangenen 10 Jahren ohnehin bereits verdoppelten Kapitalquote. „Diese 1,5 Mrd. Euro sind sehr konservativ kalkuliert und wären besser in der Finanzierung der Unternehmen angelegt. Mit diesem Betrag kann ein Mehrfaches an Krediten vergeben werden“, kritisiert Franz Rudorfer, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).  

„Vor allem für die Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen darf es bei der Umsetzung von Basel IV zu keinen Verschärfungen kommen“, warnt Franz Rudorfer.  

Nein zur Abschaffung des „KMU-Unterstützungsfaktors“ 

Dass die EBA im Rahmen der Präsentation der Studienergebnisse die Abschaffung des sogenannten KMU-Unterstützungsfaktors vorschlägt, mit dem die Finanzierungskosten für Kredite an KMU um ca. 20 Prozent gesenkt werden, stößt nicht nur bei den österreichischen Banken auf Unverständnis. Erst kürzlich hatte der europäische Gesetzgeber diese Erleichterung für Kredite an kleine und mittlere Unternehmen nicht nur verlängert, sondern noch ausgeweitet.  

Wie auch OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny im Rahmen der Präsentation des Finanzmarktstabilitätsberichtes erwähnte, wäre es problematisch, könnten österreichische Banken nicht mehr strategische Beteiligungen an Unternehmen beibehalten bzw. eingehen. Die Sicherung derartiger Kernaktionärsstrukturen an heimischen Champions wie etwa der Voestalpine wäre durch die drastisch erhöhten Eigenkapitalanforderungen nicht mehr darstellbar.  

„Auch für Banken mit von der Aufsicht genehmigten internen Modellen für die Eigenkapitalberechnung darf es gegenüber den Baseler Eigenkapitalvorschriften nicht zu Wettbewerbsnachteilen kommen“, warnt Rudorfer. (PWK370/JHR)

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