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Metallgewerbe: Lohnerhöhung trägt der wirtschaftlichen Lage Rechnung

Löhne, Lehrlingsentschädigungen und Zulagen werden um 2,5% erhöht, untere Mindestlohngruppen steigen etwas stärker

Metallgewerbe
© WKÖ

Nach zwei ergebnislosen Verhandlungstagen brachte die dritte Verhandlungsrunde am 2. Dezember eine Einigung zwischen den Chefverhandlern der Verhandlungsgemeinschaft des Metallgewerbes, Andreas LahnerRobert Heiszenberger und Andreas Wirth, mit der Metallarbeitergewerkschaft ProGe unter der Führung von Rainer Wimmer. 

Die Gespräche über die gegenseitigen Forderungen im Rahmenrecht gestalteten sich sehr schwierig. Es konnte letztlich kein akzeptabler Kompromiss erzielt werden, sodass es im nächsten Jahr keine Änderungen im Rahmenrecht mit finanziellen Auswirkungen für die Betriebe geben wird. Was die Erhöhungen der Löhne und Lehrlingsentschädigungen, Zulagen sowie der Aufwandsentschädigungen betrifft, konnte ein moderater, akzeptabler Abschluss erzielt werden.

Die Erhöhung der monatlichen Mindestgrundlöhne und IST-Löhne um 2,5% stärkt letztlich alle Lohnbezieher und ist ein Zeichen der Wertschätzung für die Arbeitnehmer im Metallgewerbe, spiegelt aber andererseits die wirtschaftliche Entwicklung im Metallgewerbe wider. Eine Ausnahme stellen die untersten beiden Mindestlohngruppen dar, die in zwei Schritten bis 2021 auf einen Mindestlohn von € 2.000 angehoben werden.

Lehrlingsentschädigungen werden um 2,5% angehoben

Die Lehrlingsentschädigungen werden ebenfalls um 2,5% angehoben. Alle lohnbezogenen und aufwandsbezogenen Zulagen steigen ebenfalls um 2,5%.

Wie im Vorjahr wurde im Metallgewerbe die Möglichkeit einer Freizeitoption wieder verlängert. Sie lässt einerseits den Arbeitnehmern die Wahl zwischen Lohnerhöhung oder mehr Freizeit, andererseits ermöglicht sie den Arbeitgebern, auf wechselnde Anforderungen bei schwankender Auftragslage zu reagieren.

Verhandlungsleiter Andreas Lahner ist überzeugt, dass „die Betriebe gut mit diesem Ergebnis leben können, denn letztendlich konnten die ursprünglichen Forderungen auf ein vertretbares Maß reduziert werden, bei gleichzeitigem Lohnzuwachs für die Mitarbeiter“. 

Der abgeschlossene Kollektivvertrag gilt für die knapp 120.000 Arbeiterinnen und Arbeiter und fast 18.000 Lehrlinge in rund 48.000 Betrieben mit insgesamt ca. 226.000 Beschäftigten ab 1. Jänner 2020. (PWK578/us)

 

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