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Metall und Mechatronik: Globale Rohstoffknappheit stellt Betriebe vor Herausforderungen

Weltweite Engpässe und Teuerungen bei Alu, Kupfer oder Stahl halten derzeit die Mechatroniker sowie Metall- und Stahlbaubetriebe auf Trab

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Knappe Rohstoffe, lange Lieferzeiten und steigende Preise sorgen aktuell nicht nur auf den Weltmärkten, sondern auch in vielen heimischen Branchen für Engpässe und Verzögerungen.  

"Die metallverarbeitenden Betriebe sind davon betroffen, weil es derzeit besonders schwierig ist, beispielsweise Aluminium und Kupfer zu vernünftigen Konditionen zu beziehen. Einerseits spielen die Preise verrückt, andererseits reden wir teilweise von Lieferzeiten von mehreren Monaten bei manchen Materialien oder Vorprodukten“, erläutert Andreas Kandioler, Bundesinnungsmeister der Mechatroniker. Er ist für mehr als 8.000 Gewerbebetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zuständig, etwa die Maschinen- und Fertigungstechniker oder Elektromaschinenbauer.   

Ganz ähnlich ist das Bild bei den Metall- und Stahlbaubetrieben: "Stahl und Aluminium sind derzeit, wenn überhaupt, nur sehr schwierig und zu ungünstigen Konditionen zu bekommen“, bestätigt Harald Schinnerl, Bundesinnungsmeister der Metalltechniker, stellvertretend für rund 10.000 Gewerbebetriebe. Zu diesen zählen neben dem Metall- und Stahlbau auch Schmiede-, Maschinenbau-, Land- und Baumaschinenbetriebe.   

Flexibilität ist gefragt   

Die Betriebe tun alles, was in ihren Kräften steht, um rasch weiterarbeiten zu können: So werden alternative Werkstoffe eingesetzt, Lagerbestände aufgebraucht oder Sonderkontingente mit Herstellern vereinbart. Die Ursachen für die Turbulenzen liegen freilich auf den Weltmärkten und somit außerhalb der Einflusssphäre heimischer Unternehmen. Diese bitten deshalb um Verständnis, falls es da oder dort aufgrund des Materialmangels Lieferverzögerungen gibt oder Termine wackeln. "Wir vertrauen dabei auf die guten Kundenbeziehungen unserer Mitgliedsbetriebe, die auch in Corona-Zeiten für eine solide wirtschaftliche Basis der Unternehmen gesorgt haben“, so Kandioler.  

Die Betriebe sind unterdessen selbst Leidtragende der Engpässe. Diese sind umso ärgerlicher, weil die Unternehmen jetzt, wo sich ein Ende der Corona-Pandemie abzeichnet, gerne voll durchstarten würden – und nicht mit angezogener Handbremse.   

Schwierige Kalkulation  

Zudem erschweren die wegen der knappen Verfügbarkeit gestiegenen Preise die Kalkulation der Betriebe massiv. So sind die Kosten für Aluminium um 15 bis 20 Prozent gestiegen, Stahlprodukte haben sich um 30 bis 40 Prozent verteuert, Aluminiumprofile sind um ein Fünftel teurer als noch vor einem Jahr. Das klingt dramatisch, allerdings schlagen diese Materialkosten nicht eins zu eins auf die Verbraucherpreise durch, betonen die Branchensprecher.  

Trotz der aktuellen Unsicherheiten rät Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der WKÖ, dazu, an geplanten Projekten festzuhalten: "Die Versorgungslage mit Rohstoffen und Materialien wird sich in absehbarer Zeit einpendeln. Die Nachfrage wird aber weiterhin hoch bleiben. Es ist also sinnvoll, sich jetzt verfügbare Termine zu sichern.“ 

Denn der Blick in die Zukunft gibt Anlass zu Optimismus: Das Thema ist nämlich nicht gänzlich neu; auch in der Vergangenheit hat es immer wieder Knappheiten bei Rohstoffen gegeben. Solche Marktverwerfungen haben sich üblicherweise innerhalb weniger Monate wieder normalisiert. "Und dann steht dem Aufschwung nach der Krise endgültig nichts mehr im Wege“, betonen Scheichelbauer-Schuster, Kandioler und Schinnerl unisono. (PWK265/HSP)

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