th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Mentoring unterstützt MigrantInnen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt: Programm von WKO, ÖIF und AMS startet in neue Bewerbungsrunde

Programm „Mentoring für MigrantInnen“ schafft Win-Win-Situation für qualifizierte ZuwanderInnen und für Unternehmen – bis dato wurden rund 2200 Mentoringpaare gebildet

Netzwerk
© WKÖ

Das Programm „Mentoring für MigrantInnen“, das die Wirtschaftskammern (WKO), der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) und das Arbeitsmarktservice (AMS) im Jahr 2008 nach dem Vorbild Kanadas gestartet haben, geht in die nächste Runde: Bis Ende November können sich sowohl MentorInnen als auch Mentees bewerben. Bei Letzteren handelt es sich um qualifizierte Personen mit Migrations- oder Fluchthintergrund, die Hilfe beim Einstieg in die österreichische Arbeitswelt suchen. Die MentorInnen wiederum kommen aus der Wirtschaft und arbeiten sechs Monate lang mit den Mentees zusammen. 

Wie sehr sich dieses Modell bewährt hat, zeigen die Erfahrungen der bisherigen Programm-Runden, an denen bis dato österreichweit fast 2200 Mentoringpaare teilnahmen. Im Schnitt kann rund ein Drittel der Mentees bereits am Ende eines Durchgangs in den österreichischen Arbeitsmarkt integriert werden. Am letzten Durchgang für Wien/Niederösterreich/Burgenland nahmen Mentees aus 28 Ländern teil, die übrigens zu 93 Prozent Akademiker waren.

Wichtiges Arbeitskräftepotenzial

„Ziel des Programms „Mentoring für MigrantInnen“ ist die Unterstützung von qualifizierten Menschen mit Migrationshintergrund durch MentorInnen aus der Wirtschaft auf der einen Seite und die Förderung der Internationalisierung der heimischen Wirtschaft durch die Erschließung von gut qualifiziertem Arbeitskräftepotenzial auf der anderen. Wir schaffen also eine Win-Win-Situation für beide“, sagt Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Und er betont: „Bereits hier lebende Migrantinnen und Migranten sind ein wertvolles Arbeitskräftepotenzial, auf das wir angesichts des Fachkräftemangels nicht verzichten sollten.“

Angebote aktiv wahrnehmen

Auch für Franz Wolf, Direktor des Österreichischen Integrationsfonds, sind mitgebrachte Qualifikationen und Kenntnisse gut ausgebildeter ZuwanderInnen ein wesentliches Potenzial für den österreichischen Arbeitsmarkt. „Zur Integration in den österreichischen Arbeitsmarkt braucht es zuerst die Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft jedes Einzelnen“, so Wolf. „Das Ziel von Integrationsmaßnahmen ist stets die Akzeptanz der österreichischen Werte und Grundregeln und eine möglichst rasche Selbsterhaltungsfähigkeit durch den Einstieg in den Arbeitsmarkt. Dies wird auch in allen ÖIF-Angeboten von Beratung über Deutschkursmaßnahmen bis hin zu den Werte- und Orientierungskursen vermittelt.“

Arbeitslosigkeit bei MigrantInnen hoch

Ohne Hilfe ist ein Berufseinstieg für Migrantinnen und Migranten freilich nicht einfach. „Neben Sprachkenntnissen fehlt es ihnen vor allem an persönlichen Netzwerken. Daher haben sie es nach wie vor deutlich schwerer am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Das zeigen die aktuellen Arbeitsmarktdaten: Während die Arbeitslosenquote der Österreicherinnen und Österreicher im ersten Halbjahr 2019 bei 6,6 Prozent lag, war die Arbeitslosenquote bei Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft in den ersten sechs Monaten des Jahres mit durchschnittlich 11,2 Prozent deutlich höher. Das Projekt "Mentoring für Migrantinnen und Migranten" setzt daher genau am richtigen Punkt an. Durch die Hilfe von engagierten Mentorinnen und Mentoren gelingt es oftmals, Migrantinnen und Migranten eine rasche Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Vor allem bei Hochqualifizierten helfen persönliche Netzwerke, die eine oder andere Tür für ein Vorstellungsgespräch zu öffnen“, sagt AMS-Vorstand Johannes Kopf.

Auszeichnung als Best Practice

Das Programm „Mentoring für MigrantInnen“ gilt mittlerweile international als Best-Practice Beispiel. Es wurde auch für den österreichischen Integrationspreis nominiert und von der Europäischen Kommission mit einem Sonderpreis bei den European Enterprise Awards in Budapest ausgezeichnet. Teil des Erfolgs von „Mentoring von MigrantInnen“ ist die zielgerichtete Bildung von Mentoringpaaren: Zum Beispiel findet ein Projektteilnehmer mit einer IT-Ausbildung eine Mentorin, die im IT-Bereich tätig ist. Oder eine Führungskraft eines Unternehmens, das rege Geschäftsbeziehungen nach Serbien pflegt, unterstützt einen Mentee mit serbischen Wurzeln. (PWK538/DFS)

Das könnte Sie auch interessieren

EU-Panorama vom 4. Oktober 2019

Thema der Woche: Hearings im Europäischen Parlament bestimmen Brüsseler Woche − Einige Kandidaten wackeln mehr

Analyse Ökosteuern | Update 2019

Abteilung für Finanz- und Handelspolitik (FHP) | Wirtschaftskammer Österreich mehr