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Mehr Beschäftigung, mehr offene Stellen: Die Lücke auf dem Arbeitsmarkt wächst 

Gleitsmann: Fachkräftemangel nimmt zu - überregionale Vermittlung muss forciert werden

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Die aktuellen Arbeitsmarktdaten zeigen: Die Zahl der offenen Stellen steigt weiter. Gegenüber dem Vorjahresmonat waren im August 2017 um 18.748 oder + 43,5 Prozent (auf 61.868) mehr offene Stellen beim AMS gemeldet. 

Parallel zeichnet sich ein anderer Trend ab: Wie der WKÖ-Wirtschaftsbarometer belegt, nennen mittlerweile knapp 74 Prozent (!) der befragten Unternehmen den Fachkräftemangel als größte Sorge für die kommenden zwölf Monate. Einer weiteren Erhebung zufolge haben drei Viertel der österreichischen Unternehmen Schwierigkeiten dabei, geeignetes Personal zu finden – Tendenz steigend. Jedes zweite Unternehmen beklagt deshalb bereits Umsatzeinbußen.

Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik in der Wirtschaftskammer Österreich: „Vor dem Hintergrund dieser wachsenden Lücke auf dem heimischen Arbeitsmarkt schlägt die WKÖ vor, dass bereits begonnene Initiativen des AMS zur überregionalen Vermittlung forciert werden.“ 

Deutliches Ost-West-Gefälle

In den östlichen Bundesländern kommen mittlerweile 14 Arbeitslose auf eine offene Stelle. In OÖ, Tirol und Salzburg kommen auf eine offene Stelle nur 2 Arbeitslose. In diesen Bundesländern besteht bereits ein deutlich spürbarer Fachkräftemangel. Nicht alle arbeitslos vorgemerkten Personen haben gesetzliche Betreuungspflichten. Wird Ihnen ein Quartier zur Verfügung gestellt, ist ihnen die Annahme eines überregionalen Arbeitsplatzes zumutbar. „Dieses Potenzial muss besser ausgeschöpft werden“, so Gleitsmann. 

Arbeitsplatznahe Qualifizierung verstärken

Zur Linderung des Fachkräftemangels soll aber auch die arbeitsplatznahe Qualifizierung vorangetrieben werden. Eine aktuell dazu laufende Initiative für 6.500 Personen soll daher dringend umgesetzt werden. Auch im Bereich der jährlich neu festzusetzenden Mangelberufsliste wird es deutliche Ausweitungen geben müssen, sagt Gleitsmann. 

Erfreulicher Trend bei Älteren hält an

Erfreulich ist, dass die Zahl der älteren Beschäftigten im August erneut überdurchschnittlich gestiegen ist.  Auch die Arbeitslosenquote der Gruppe 50 plus sinkt gegenüber dem Vorjahr. „Die Wirtschaft beschäftigt so viele über 50-jährige wie nie zuvor. Das ist ein Erfolg, den unsere Betriebe aus eigener Kraft erreicht haben - mit dem positiven Effekt, dass das Bonus-Malus-Modell daher nicht kommt. Wenn aber auch die Politik die Beschäftigung Älterer nachhaltig heben will, wäre die Ausweitung der Aktion 20.000 auf private Betriebe einzig folgerichtige Schritt“, unterstreicht der WKÖ-Experte. (PWK673/PM)

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