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Martha Schultz: "Brauchen Rechtsanspruch auf Betreuungsplatz ab dem ersten Geburtstag"

Frau in der Wirtschaft-Vorsitzende bedauert Rückgang der Krippenkinder – dies zeigt umso mehr Notwendigkeit zum Ausbau der Kinderbetreuung

WKÖ-Vizepräsidentin und FiW-Bundesvorsitzende Martha Schultz
© WKÖ/Marek Knopp

"Der Rückgang der Krippenkinder im Jahr 2020 ist bedauerlich, auch wenn er durch weniger Kinder in diesen Jahrgängen und wohl auch durch Corona bedingt war. Die Entwicklung zeigt einmal mehr, dass wir einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Geburtstag brauchen", sagt Martha Schultz, Bundesvorsitzende der Unternehmerinnenvertretung Frau in der Wirtschaft (FiW) und Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Dieser Rechtsanspruch ist FiW schon lange ein Anliegen, "weil Vereinbarkeit von Familie und Beruf die Grundvoraussetzung dafür sind, dass sich Frauen für Kinder entscheiden und gleichzeitig erfolgreich erwerbstätig sein können", so Schultz. Daher müsse es flächendeckend in ganz Österreich ausreichend Betreuungsplätze geben, auf die Eltern dann auch einen gesetzlichen Anspruch haben. Frühkindliche Betreuung und Bildung erfüllen darüber hinaus zwei wesentliche Funktionen: Sie unterstützen damit die Teilhabe der berufstätigen Eltern am Arbeitsmarkt und fördern die Kindesentwicklung. Das bedeutet nicht nur faire Chancen für jedes Kind, sondern auch mehr Fachkräfte für den Arbeitsmarkt.

Eine gesicherte Kinderbetreuung ist für Martha Schultz vor allem im Herbst wieder besonders wichtig. "Auch wenn die Corona-Infektionszahlen schon wieder steigen, muss gewährleistet sein, dass den Müttern und Vätern ein Betreuungsangebot zur Verfügung steht. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass die Schulen in jedem Fall offen bleiben. Ein diesbezüglicher Beschluss des Wirtschaftsparlaments hat gezeigt, dass das für die Unternehmerinnen und Unternehmer im Land höchste Priorität hat", betont Schultz.
(PWK369/DFS)

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