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Mahrer: „Alle Möglichkeiten nützen, um Chaos-Brexit doch noch zu verhindern“ 

Ungeordneter EU-Austritt der Briten wäre „superlose-superlose-Szenario“ für alle Beteiligten - WKÖ hilft Betrieben bei Brexit-Vorbereitung mit Information und Beratung

BREXIT
© WKÖ

"Nach dem No-Votum des britischen Unterhauses zum EU-Brexit-Deal droht ein ungeordneter EU-Austritt der Briten und damit ein ‚superlose-superlose‘-Szenario für alle Beteiligten. Wir müssen bis zur letzten Minute alle Möglichkeiten nützen, um das zu verhindern. Ein Chaos-Brexit schadet allen und nützt niemandem“, betont Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer.  

„Für Österreichs Wirtschaft geht es um den neuntwichtigsten Exportmarkt, den Top-5-Markt für rot-weiß-rote Dienstleistungen und um rund 250 Auslandstöchter heimischer Unternehmen, die in Großbritannien über 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen“, so Mahrer. Im bilateralen Handel erwirtschaftete Österreich 2017 einen Überschuss von 1,4 Milliarden Euro, der nur im Geschäft mit den USA und Frankreich höher ausfiel.  

Den österreichischen Unternehmen rät Mahrer, die Vorbereitungen zu intensivieren und sich „auf alle Eventualitäten“ einzustellen. „Für die Betriebe ist es spätestens jetzt allerhöchste Zeit sich zu rüsten“, so Mahrer.  

Kommt es zu einem ungeregelten EU-Ausstieg, der nach dem No-Votum im Unterhaus immer wahrscheinlicher wird, entfällt die anvisierte Übergangsphase bis Ende 2020. Die Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich würden schon mit 30. März 2019 auf WTO-Niveau zurückgestuft. In diesem Fall ist allein für Österreich pro Jahr mit rund 340.000 Zollanmeldungen und zusätzlichen Kosten für Zollabwicklung und Zöllen von bis zu 200 Millionen Euro zu rechnen. 

Wirtschaftskammer ist erste Anlaufstelle für heimische Unternehmen 

Die Wirtschaftskammer ist erste Anlaufstelle für Betriebe und steht bei der Vorbereitung auf den Brexit mit Information, Beratung und Service zur Verfügung. Unter wko.at/brexit wurde ein eigenes Info-Portal eingerichtet. „Wir schauen darauf, dass sich die negativen Auswirkungen des Brexit für unsere Unternehmen in Grenzen halten und unterstützen damit auch die Vorbereitungsmaßnahmen der Regierung“, betont Mahrer: „Wir begrüßen es, dass Wirtschaft und Regierung hier Hand in Hand vorgehen, um den Schaden des Brexit für die österreichische Wirtschaft so weit wie möglich zu minimieren.“ 

Die Brexit-Website bietet aktuelle Informationen, eine Checkliste für Unternehmen sowie Analysen zu den verschiedenen Szenarien - und den damit verbundenen Konsequenzen für den unternehmerischen Alltag.  

Mahrer: „Jetzt geht es darum, für unsere Wirtschaft die bestmögliche Umstellung auf die künftige Situation und in der Folge pragmatische Lösungen zu ermöglichen. Das hilft nicht nur den betroffenen Exporteuren, sondern nützt dem gesamten Standort Österreich.“ 

Der volkswirtschaftliche Schaden durch den Brexit wird für Österreich im Vergleich zu anderen EU-Staaten zwar geringer ausfallen, einzelne Branchen und Unternehmen wird es aber durchaus auch stärker treffen. So entfällt knapp die Hälfte der österreichischen UK-Gesamtexporte auf Maschinen und Fahrzeuge. Dazu kommen indirekte Negativ-Effekte für Zulieferer an die deutsche Maschinen- und Fahrzeugindustrie, die viel in den britischen Markt exportiert. (PWK021/SR)

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