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Leitl: Zweite Brexit-Verhandlungsphase muss rasche Fortschritte bringen 

Österreichs und Europas Unternehmer brauchen Klarheit über die Grundzüge der künftigen Beziehungen zum Vereinigten Königreich

Europa
© WKÖ

„Österreichs und Europas Unternehmer erhoffen sich für die zweite Verhandlungsphase raschere Fortschritte als bisher, denn sie müssen sich rechtzeitig auf einen Brexit vorbereiten können“, betonte Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich und designierter Präsident von EUROCHAMBRES, anlässlich des heutigen Startschusses für die 2. Brexit-Verhandlungsphase durch die EU-Staats- und Regierungschefs. „Unsere Unternehmer brauchen jetzt Klarheit über die Grundzüge der künftigen Beziehungen und die rechtlichen Rahmenbedingungen, um für die Zukunft planen zu können. Unsicherheit führt zu zögerlicher Investitionstätigkeit, weniger Neueinstellungen und die Verschiebung von geplanten Anschaffungen privater Konsumenten.“

Zwischenlösung könnte notwendig sein

Nachdem es unwahrscheinlich ist, dass mit dem Austrittsdatum – dem 29.3.2019 um Mitternacht - bereits ein Nachfolgeabkommen in Kraft sein wird, könnte eine Zwischenlösung notwendig sein: „In der Übergangsphase muss zumindest der derzeitige Rechtsbestand mit Kontrolle durch den EuGH gelten, um Rechtssicherheit für die Wirtschaft zu gewährleisten. Danach brauchen wir ein Abkommen, um die wichtigen Verbindungen mit dem Vereinigten Königreich aufrechterhalten zu können“, so der WKÖ-Präsident. In welchem Ausmaß der Brexit negative Auswirkungen auf die europäische und die heimische Wirtschaft haben wird, hängt vom künftigen Verhältnis ab. Leitl warnt vor einer Wiedereinführung von Zöllen und unterschiedlichen Normen und Standards: „Österreich als Exportnation profitiert stark vom Zugang zum EU-Binnenmarkt und damit auch zum britischen Markt. Wir dürfen hier keine neuen Hürden aufbauen.“ (PWK969/FA)

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