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Leitl: Österreich muss die richtigen Lehren aus der Niederlage bei EMA und EBA ziehen 

Um in Zukunft auf EU-Ebene erfolgreich zu sein, sind eine klare und verlässliche proeuropäische Politik und das frühzeitige Schließen von Allianzen notwendig

Die doppelte Niederlage Österreichs, das weder den künftigen Sitz der Europäischen Arzneimittelagentur EMA noch der Europäischen Bankenaufsicht EBA für Wien gewinnen konnte, sei „höchst bedauerlich“. Nun gelte es, „die richtigen Lehren daraus zu ziehen, damit wir in Zukunft erfolgreicher auf der europäischen Bühne sind“, betont Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl, der ab 2018 auch Präsident der Europäischen Wirtschaftskammern EUROCHAMBRES ist.

Leitl: Glaubwürdigkeit auf EU-Ebene nicht verspielen

Erstens sei es notwendig, dass sich Österreich „frühzeitig Verbündete und Allianzpartner sucht und etwa mit anderen kleinen und mittleren Ländern langfristige gemeinsame Strategien schmiedet“, betont Leitl. Zweitens gehe es darum, durch intensive Kontakte, Kooperation und Kommunikation auf europäischer Ebene - sei es in den europäischen Institutionen oder in europäischen Verbänden - tragfähige Netzwerke zu knüpfen. Und last not least müsse Österreich „eine klare proeuropäische Politik verfolgen. Wer zum Beispiel das Freihandelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada trotz Unterzeichnung und positiver Abstimmung im Europäischen Parlament noch immer in Frage stellt, verspielt auf EU-Ebene Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Verlässlichkeit. Da darf man sich dann nicht wundern, wenn man bei nächster Gelegenheit die Rechnung dafür bekommt.“

Leitl abschließend: „Österreich darf jetzt nicht wehleidig sein, sondern wir müssen nach vorne blicken und es in Zukunft besser machen. Das muss jetzt die Devise sein!“ (PWK892/SR)

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