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Leitl: „Europa muss offensiv werden“ 

Präsident der Europäischen Wirtschaftskammern EUROCHAMBRES fordert bei Neujahrsempfang der IHK Karlsruhe europäische Wirtschaftsoffensive zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit

EUROCHAMBRES-Präsident Christoph Leitl
© WKÖ

In seiner neuen Funktion als neuer Präsident der Europäischen Wirtschaftskammern EUROCHAMBRES (EWK) forderte Christoph Leitl beim Neujahrsempfang der IHK Karlsruhe vor rund 1000 deutschen Unternehmern heute, Montag, eine europäische Wirtschaftsoffensive zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Europas: „Europas Wirtschaft läuft derzeit viel besser als in den vergangenen Jahren. Das ist eine riesige Chance, um Europa jetzt durch richtige und rasche Maßnahmen nachhaltig zukunftsfit zu machen. Unsere Antwort auf ‚America first‘ und ‚China strong‘ muss jetzt heißen: ‚Europe Competitive!‘“

Stärkung des unternehmerischen Umfelds

Europa brauche einen freien und fairen Welthandel und Europa brauche eine Stärkung des unternehmerischen Umfelds mit weniger Bürokratie, mehr Kreativität, Innovation und leichterem Zugang zu Unternehmensfinanzierungen vor allem auch für Unternehmensgründer, betonte Leitl in seiner Neujahrs-Rede, zu der ihn der Präsident der DIHK Karlsruhe und neue EUROCHAMBRES-Vizepräsident Wolfgang Grenke eingeladen hatte. 

Konkret nannte der neue EUROCHAMBRES-Chef Leitl drei Schwerpunkte für die bevorstehende Arbeit der Europäischen Wirtschaftskammern:

  • Fitnessprogramm für die Digitalisierung

    Um ein Zurückfallen europäischer Unternehmen bei der Digitalisierung etwa gegenüber US-Technologiekonzernen zu vermeiden, brauche es ein Fitnessprogramm für die Digitalisierung („digifit“), um allen EU-Unternehmen eine Teilnahme in neu entstehenden Wertschöpfungsketten zu ermöglichen. 
  • Duale Ausbildung stärken

    Trotz des sehr positiven Wirtschaftswachstums in Europa sei die Jugendarbeitslosigkeit nach wie vor viel zu hoch. Zugleich werde ein Mangel an Fachkräften in vielen Ländern immer deutlicher spürbar. Eine Chance für Europas Jugend sei etwa die duale Ausbildung, wie sie in Deutschland und Österreich erfolgreich umgesetzt werde. Leitl: „Es darf keine ‚verlorene Generation‘ in Europa geben. Unsere Lehrlingsausbildung ist ein Vorbild bei der Aus- und Weiterbildung von Europas Jugend! Die europäische Wirtschaft muss auch Vermittler von Lebens- und Zukunftsperspektiven sein.“
  • Kampf gegen überbordende Bürokratie

    Und nicht zuletzt müsse der Kampf gegen eine überbordende Bürokratie neu aufgenommen werden. Leitl denkt dabei an die Einsetzung einer „Task force“ auf europäischer Kammerebene, um bestehende EU-Regeln in Hinblick auf deren Belastung für die Unternehmen zu durchforsten.


Leitl betonte, dass ein starkes und geeintes Europa Antworten auf die Sorgen und Ängste der Menschen in Bezug auf Digitalisierung, Globalisierung, Klimawandel und Migration geben muss: „Wir, die europäischen Betriebe, sind dabei als Begleiter der Politik Impulsgeber, Dienstleister sowie Optimismus- und Wohlstandsvermittler. Ein offensives Europa ist die beste Antwort an die globalen Herausforderer!“ (PWK012/RH)

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