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Leitl zu Gründerzahlen 2017: „Beste Gründungs-Performance seit zehn Jahren“ 

Alltime-High beim Frauenanteil -  Mit rund 30.000 Neugründungen rund 70.000 Arbeitsplätze geschaffen

 Amelie Groß, Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft, und WKÖ-Präsident Christoph Leitl
© WKÖ/Leithner Amelie Groß, Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft, und WKÖ-Präsident Christoph Leitl

„Die Stimme unserer Jungen ist unüberhörbar“, kommentierte WKÖ-Präsident Christoph Leitl die aktuellen Gründungszahlen 2017, die er gemeinsam mit der Bundesvorsitzenden der Jungen Wirtschaft (JW), Amelie Groß, heute, Donnerstag in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), präsentierte. 2017 wagten demnach – ohne den Berufszweig der selbstständigen Personenbetreuer – 29.878 Neugründer den Schritt in Selbständigkeit. Dies bedeutet ein Plus von 1,9% im Vergleich zum Jahr 2016 (29.327).  Mit der Gruppe der selbständigen Personenbetreuer gab es 39.965 Neugründungen – ein Minus von 2,1% bzw. 863 weniger als 2016 (40.828). 


Mit 115 Neugründungen pro Arbeitstag wurden 2017 um zwei Unternehmen mehr gegründet als im Jahr davor. „Die Gründungs-Performance ist damit die beste der letzten zehn Jahre. Mit den fast 30.000 Neugründungen konnten rund 70.000 Arbeitsplätze geschaffen werden “, zeigten sich Groß und Leitl erfreut. Sehr positiv bewertete Leitl auch das Verhältnis von Insolvenzen und Neugründungen, wonach auf jede Insolvenz rund sechs Gründungen kommen.

Groß: Höchster Frauenanteil aller Zeiten mit 45% aller Neugründungen 

Besonders erfreulich: Beim Frauenanteil an den Gründungen gab es mit 45% ein „Alltime-High“. „Das ist der höchste Frauenanteil aller Zeiten. Seit 20 Jahren ist dieser Anteil damit um 16% gestiegen“, zeigt sich Groß erfreut.

Bei den Neugründungen nach Sparten dominiert das Gewerbe mit einem Anteil von 41,8% (+ 1,8% Prozentpunkte gegenüber 2016) bzw. 12.477 Gründungen, gefolgt vom Handel mit 26,0 % bzw. 7.776 Gründungen und Information und Consulting mit 18,5% bzw. 5.531 Gründungen. Weitere 8,1% der Gründungen entfielen auf die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft mit 2.423 Neugründungen.

Hauptmotive für Gründungen: Flexibilität und Eigenständigkeit

Die wichtigsten Motive für die Gründung eines Unternehmens: Nach einer aktuellen Umfrage des Gründerservice der WKÖ wollen rund 67% der Gründer durch den Schritt in die Selbständigkeit eine flexiblere Zeit- und Lebensgestaltung erreichen, 66% wollen „ihr eigener Chef sein“, für 59% steht im Vordergrund, die Verantwortung, die sie als Angestellte in Unternehmen getragen haben, in einem eigenen Betrieb einzubringen. Das Durchschnittsalter der Gründer lag im vergangenen Jahr bei 37 Jahren.

Auch bei der Lebensdauer sind Österreichs Gründerinnen und Gründer top: Nach fünf Jahren sind in Österreich noch immer 68% - also mehr als zwei Drittel - aller neu gegründeten Unternehmer am Markt erfolgreich tätig. Mit ein Grund für dieses großartige Ergebnis ist die professionelle Unterstützung des Gründerservice der Wirtschaftskammern: DER zentrale Ansprechpartner und One-Stop-Shop in Sachen Gründen. In den über 90 Standorten in ganz Österreich gab es 2017 über 253.000 Kontakte und 45.100 Beratungen. Das Gründerservice ist und bleibt die Anlaufstelle Nummer 1 für Österreichs Gründer! 

Neugründungen nach Rechtsform – GmbHs sollen attraktiver werden

Nach Rechtsformen dominieren weiterhin die nicht eingetragenen Einzelunternehmen mit einem Anteil von rund 76,3% (22.783) aller Gründungen. An zweiter Stelle liegen mit 3737 Neugründungen (plus 5,4% im Vergleich zu 2016; 3.547) die GmbHs mit 12,5% aller Neugründungen (2016: 12,1%). Um die GmbHs noch attraktiver zu machen, forderten Groß und Leitl eine „Reform der Reform“. Dabei solle das Stammkapital für alle GmbHs auf 10.000 Euro gesenkt werden. Aktuell muss dieses innerhalb von 10 Jahren von 10.000 auf 35.000 Euro aufgestockt werden. Groß: „Das ist nicht mehr zeitgemäß und sollte rasch an die Bedürfnisse der jungen Selbständigen angepasst werden. Ebenso ist die Mindest-KöSt eine völlig unnötige Belastung für Gründerinnen und Gründer. Es ist einfach nicht einzusehen, warum mit einer Steuer auf nicht vorhandene Umsätze junges Unternehmertum erschwert wird.“

Um die positiven Ergebnisse und die Nachhaltigkeit der Gründungen weiterhin sicherzustellen, brauche es bestmögliche Rahmenbedingungen, zeigten sich Leitl und Groß einig. Mit einer automatisierten und rascheren UID-Nummern-Vergabe, die für alle gelten muss, soll es, so Groß, zu einer nachhaltigen Verkürzung der Vergabedauer von derzeit rund 12 Tagen auf 24 Stunden kommen. Zudem forderte Groß eine rasche Umsetzung der digitalen Firmenbucheintragung, dies sei ganz im Sinne der Deregulierung und würde eine wesentlich schnellere Gründung ermöglichen. Schon aktuell werden rund 44.000 elektronische Gewerbeanmeldungen über das Gründerservice der WKO durchgeführt. In diesem Zusammenhang soll auch eine elektronische Übermittlung des Firmenbuchantrags durch die WKO möglich werden.

Um die oft schwierige Finanzierung von jungen Unternehmen zu erleichtern, wünscht sich Leitl Garantien statt Förderungen und begrüßte diesbezüglich auch die Pläne der Regierung. „Garantien wären - auch in einer gemeinsamen Garantie zwischen Europäischer Union und dem nationalen Mitgliedsland – ein perfektes Instrument, um weitere Ermutigung für potentielle Gründer zu schaffen“, versprach Leitl, sich in Österreich und auf europäischer Ebene für die Umsetzung dieser Maßnahme einzusetzen. (PWK036/ES)


O-Töne von der Pressekonferenz:

Leitl: Aktuelle Gründungszahlen

Groß: Motive für Gründungen


Leitl: "70.000 Arbeitsplätze werden durch Neugründungen geschaffen"


Groß: "Jedes neue Unternehmen kurbelt die Wirtschaft an"


Leitl: Nachhaltigkeit der Gründungen


Groß: Beratungen durch das Gründerservice


Leitl: Dialog mit Gründerinnen und Gründern


Groß: Bürokratische Hürden bei Gründungen



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