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Leitl zu Gründerzahlen 2016: „Beste Gründungs-Performance seit sechs Jahren“ 

Alltime-High beim Frauenanteil -  Mit rund 29.074 Neugründungen rund 60.000 Arbeitsplätze geschaffen

© JW/Anna Rauchenberger Amelie Groß, neue Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft

„Wenn gerade in fordernden Zeiten beim unternehmerischen Nachwuchs in Österreich Gutes nachkommt, ist dies ein ermutigendes Zeichen für die Zukunft und die Gesamtwirtschaft“, kommentierte WKÖ-Präsident Christoph Leitl die aktuellen Gründungszahlen 2016, die er gemeinsam mit der Bundesvorsitzenden der Jungen Wirtschaft (JW), Amelie Groß, heute, Dienstag in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), präsentierte. 2016 wagten demnach – ohne den Berufszweig der selbstständigen Personenbetreuer – 29.074 Neugründer den Schritt in Selbständigkeit. Dies bedeutet ein Plus von 2,2 Prozent oder 636 Neugründungen im Vergleich zum Jahr 2015 (28.438).  Mit der Gruppe der selbständigen Personenbetreuer gab es 39.973 Neugründungen – ein Plus von 3,5 Prozent bzw. 1.337 mehr als 2015 (38.636). 

Pro Tag gab es 112 Neugründungen. „Die Gründungs-Performance ist damit die beste der letzten sechs Jahren, was auch die bessere Verankerung des Unternehmertums in der Gesellschaft beweist“, zeigten sich Groß und Leitl erfreut. Mit den Neugründungen sind rund 60.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Sehr positiv bewertete Leitl auch das Verhältnis von Insolvenzen und Neugründungen, wonach auf jede Insolvenz 5,6 Gründungen kommen.

Höchster Frauenanteil aller Zeiten mit 44% aller Neugründungen 

Besonders erfreulich: Beim Frauenanteil an den Gründungen gab es mit 44 Prozent ein „Alltime-High“. „Das ist der höchste Frauenanteil aller Zeiten. Unser Ziel ist allerdings ein Frauenanteil von 50 Prozent“, gibt Leitl vor. Dafür brauche es weiterhin verbesserte Rahmenbedingungen und Maßnahmen, wie etwa die Betriebshilfe, die Unternehmerinnen während einer Abwesenheit ersetzt. Vor allem in Sachen Vereinbarkeit – und hier speziell beim Ausbau der Kinderbetreuung für die Kleinsten – sei noch einiges an Hausaufgaben zu erledigen. Auch bei der Überlebensdauer sind Österreichs Gründerinnen und Gründer top – wie auch der europäische Vergleich zeigt. Fünf Jahre nach der der Gründung sind immer noch 5 von 7 Unternehmen erfolgreich am Markt tätig. 

Gründerservice ist DER zentrale Ansprechpartner in Sachen Gründen

Mit ein Grund für dieses großartige Ergebnis ist die professionelle Unterstützung des Gründerservice der Wirtschaftskammern: In den über 90 Standorten in ganz Österreich gab es 2016 über 254.400 Kontakte - das bedeutet eine Steigerung von 16,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, sowie 48.700 Beratungen (plus 4,2 Prozent). Im Schnitt waren Gründer 37 Jahre alt, 29 Prozent waren unter 30, aber ein Viertel war zwischen 40 und 50.

Leitl: GmbH wieder attraktiver machen

Nach Rechtsformen dominieren weiterhin die nicht eingetragenen Einzelunternehmen mit einem Anteil von rund 77 Prozent aller Gründungen. An zweiter Stelle liegen mit 3486 Neugründungen die GmbHs mit 12 Prozent aller Neugründungen (2015: 12,7 Prozent). „Erst wurde unser Vorschlag einer GmbH light umgesetzt, dann – aus mir unverständlichen Gründen - wurde diese Verbesserung wieder verwässert und nun wird dafür - mit neuerlichen Rückgängen - die Rechnung präsentiert“, fordert Leitl, diese Rechtsform wieder attraktiver zu machen, indem man auf die ursprünglich reformierte Form, mit einer Stammkapitaleinlage von 10.000 Euro, zurückkommt.

Bei den Neugründungen nach Sparten dominiert das Gewerbe mit einem Anteil von 41,8 Prozent, gefolgt vom Handel mit 26,5 Prozent und Information und Consulting mit 17,8 Prozent. Weitere 8,6 Prozent der Gründungen entfielen auf die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft. Aktuell nach den wichtigsten Motiven für die Gründung eines Unternehmens befragt, geben 66,4 Prozent der Gründerinnen und Gründer an, „ihr eigener Chef sein“ zu wollen, 65,2 Prozent wollen eine flexiblere Zeit- und Lebensgestaltung erreichen und für 59 Prozent steht im Vordergrund, die Verantwortung, die sie als Angestellte in Unternehmen getragen haben, in einem eigenen Betrieb einzubringen. 

Die in "Plan A" genannten Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft nun rasch umsetzen

„Auch wenn uns die positiven Ergebnisse natürlich freuen – ebenso wie der Plan A des Bundeskanzlers, in dem wir zahlreiche Forderungen der Jungen Wirtschaft wiedererkannt haben, müssen den Worten nun auch Taten bzw. konkrete Maßnahmen folgen“, appellierte Groß. Denn je bessere die Rahmenbedingungen für Gründerinnen und Gründer, desto mehr können diese jungen Selbstständigen den Wirtschaftsstandort insgesamt stärken, pocht Groß zur Entlastung auf den Entfall der Lohnnebenkosten für die ersten drei Mitarbeiter in den ersten drei Jahren für alle Gründer und nicht nur für Startups. Auch ein Bürokratieabbau, die Flexibilisierung von Arbeitszeiten sowie die Einführung eines Beteiligungsfreibetrages von 100.000 Euro, um Risikokapital bereitstellen zu können, forderten Groß und Leitl.

Einen speziellen Fokus solle zukünftig zudem auf Betriebsnachfolgen bzw- -übergaben gelegt werde, betonte Leitl, häufig fehle es noch an Gründergeist der nächsten Generation. So werden pro Gründung nur rund 50 Prozent der Unternehmen in die zweite und rund 10 Prozent in die dritte Generation weitergegeben. Um weiteres Wachstum der selbstständigen Beschäftigung voranzutreiben und Entrepreneurship noch besser in der Gesellschaft, speziell bei jungen Menschen, zu verankern, sollen Kooperationen mit Universitäten angestrebt werden, berichtete Leitl abschließend. 

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