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Leitl zu Entgeltfortzahlung und Krankengeld: Verbesserungen für Wirtschaftstreibende willkommen

Allerdings fehlt nachhaltiges Finanzierungskonzept bei den Vorschlägen des Gesundheitsministeriums – Klarstellungen und weitere Gespräche nötig

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„Die Wirtschaftskammer begrüßt Reformschritte in der Krankenversicherung der Selbständigen und in der Unfallversicherung, wenn sie den Versicherten, also den Wirtschaftstreibenden, Vorteile bringen“, hält WKÖ-Präsident Christoph Leitl zu einem neuen Gesetzesentwurf von Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner fest. Sowohl Verbesserungen beim Krankengeld – die auch vom Wirtschaftsparlament der WKÖ einstimmig gutgeheißen wurden - als auch die bessere Rückvergütung der Entgeltfortzahlung gerade für Kleinunternehmen würde sicher helfen, Härtefälle zu vermeiden. Nach dem Gesetzesentwurf des Gesundheitsressorts sollen Klein- und Mittelbetriebe mit bis zu 10 Mitarbeitern einen höheren Kostenersatz von 75 statt 50 Prozent erhalten, wenn ein Mitarbeiter länger durch Krankheit ausfällt. Dieses Vorhaben ist auch im Regierungsprogramm festgehalten. 

Solide finanzielle Basis erarbeiten

Das Gesundheitsministerium hat es allerdings unterlassen, für die Finanzierung eines Krankengeldes ab dem 4. Tag für Selbständige oder für die Neuregelung der Entgeltfortzahlung nachhaltige Bedeckungsvorschläge zu machen. „Wenn Besserstellungen bei der sozialen Absicherung von KMU gelingen, sind wir die Ersten, die das unterstützen. Jetzt muss noch in politischen Verhandlungen eine solide finanzielle Basis für die Umsetzung erarbeitet werden. Nur ein Zugriff auf Rücklagen wird die Finanzierung dieser neuen Leistungen nicht auf Dauer absichern und würde zu hohen jährlichen Verlusten in der SVA-Bilanz führen. Eine künftige Beitragserhöhung unter diesem Titel lehnen wir im Interesse der Versicherten aber ab. Wir erwarten also eine Klarstellung, wie die Leistungen finanziert werden sollen“, hält Leitl fest. (PWK375/PM)

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