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Leitl begrüßt, dass solidarische gesetzliche Mitgliedschaft bei Kammern bleibt: Wichtiger Beitrag zum sozialen Frieden in Österreich

WKÖ-Präsident verweist auf bisherige und künftige Reformen und Mitglieder-Entlastungen bei den Wirtschaftskammern: Konstruktiver Dialog mit der Regierung

WKÖ-Präsident Christoph Leitl
© WKÖ

„Wenn die neue Regierung mit der Wirtschaftskammer ebenso wie mit anderen Kammern in einen konstruktiven Dialog über Leistungen, Effizienz und Mitgliedsbeiträge eintreten will, ist das für die Wirtschaftskammer eine gute Gelegenheit, die bereits erfolgten und ab Anfang 2019 geplanten Entlastungen für die Mitgliedsbetriebe im Zug der Kammerreform WKO 4.0 darzustellen“, betont WKÖ-Präsident Christoph Leitl. Die Wirtschaftskammer habe schon einmal – als einzige öffentlich-rechtliche Organisation die Mitgliedsbeiträge um 30 Prozent gesenkt. Mit 1. Jänner würden die Mitgliedsbeiträge erneut um 100 Millionen Euro gesenkt und zusätzliche Serviceleistungen im Bereich Innovation sowie berufliche Aus- und Weiterbildung im Wert von 34 Millionen Euro angeboten. Leitl: „Wir versuchen, Leistungen für unsere Mitglieder - etwa im Bereich der Außenwirtschafts-Organisation oder bei den WIFIs - effizient und kostensparend zu erbringen. Das ist eine permanente Aufgabe, der wir uns stellen. Reformieren ja, Ruinieren nein – diesen Grundsatz leben wir.“ 

Service der Kammern

Leitl begrüßt, dass die Bundesregierung davon Abstand genommen hat, die gesetzliche solidarische Pflichtmitgliedschaft zu beseitigen: „Ohne solidarische gesetzliche Mitgliedschaft lassen sich viele Serviceleistungen der Kammern für ihre Mitglieder nicht finanzieren. Wer sonst außer der Wirtschaftskammer begleitet jährlich 3000 Betriebe neu in den Außenhandel? Wer sonst außer der WKO führt 30.000 Gründer jährlich in die Selbständigkeit? Wer sonst außerhalb der WK bietet über 300.000 Österreichern berufliche Aus- und Weiterbildung etwa in den WIFIs?“

Breite Zustimmung

Die solidarische Mitgliedschaft ist für Leitl aber auch „eine Grundlage für den Erhalt des sozialen Friedens in Österreich. Dank der vielen Kollektivvertragsabschlüsse, welche die Sozialpartner Jahr für Jahr vereinbaren, gibt es in Österreich praktisch keine Streiks. Zum Vergleich: Im wirtschaftlichen Paradestandort Deutschland gibt es fast drei Mal so viele Streiktage pro Beschäftigten wie in Österreich. Da machen wir offenbar vieles richtig. Daher haben die Kammern, haben die Sozialpartner auch eine breite Zustimmung bei der Bevölkerung, bei ihren Mitgliedern. Und das sieht offenbar auch die Regierung so.“  
(PWK970/RH)  

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