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Lehrlingsmarkt: Trotz Corona blieb Katastrophe aus

Über 102.000 Lehrlinge werden aktuell in den österreichischen Unternehmen ausgebildet - nur 0,6 Prozent weniger als im Vorjahr.

Lehrlinge
© WKÖ

Die Situation am Lehrlingsmarkt ist durchwachsen, aber die Situation insgesamt weniger dramatisch, als nach den vergangenen Monaten zu befürchten war. Das zeigt die Lehrlingsbilanz der WKÖ.  Zwar ist die Zahl der Lehrlinge in der Coronakrise gesunken: Bis Ende Oktober haben österreichweit 31.438 Jugendliche eine Lehre begonnen. Rechnet man die übertriebliche Lehre heraus, sind damit heuer 29.089 Jugendliche in Ausbildungsbetrieben, das ist ein Rückgang um 8,0 Prozent.

Sparten Gewerbe & Handwerk und Handel stabil

Generell zeigte sich der Lehrlingsmarkt bisher dennoch weitgehend stabil. Aktuell absolvieren 102.187 Lehrlinge österreichweit in tausenden Unternehmen eine Lehre, das ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von nur 0,6 Prozent. Der Großteil der Firmen hat in der Krise seine Lehrlinge gehalten, allerdings auch weil diese erstmals in Kurzarbeit geschickt werden konnten.

Damit ist die befürchtete Katastrophe weitgehend ausgeblieben. Insbesondere in der Sparte Gewerbe & Handwerk, wo fast die Hälfte der Lehrlinge  ausgebildet wird, ging die Zahl der Lehranfänger mit einem Minus von 5,5 Prozent unterdurchschnittlich stark zurück. Auch der Handel erwies sich als stabilisierender Faktor mit einem Rückgang von nur 3,9 Prozent. In der Industrie lag das Minus mit 12,3 Prozent über dem Schnitt, einen regelrechten Einbruch um mehr als ein Viertel gab es in der Freizeitwirtschaft.


Weniger 15-Jährige, weniger Schulabbrecher

Der Rückgang ist nicht nur auf die Coronakrise zurückzuführen. Gut die Hälfte des Minus hat mit der Pandemie zu tun. Die Zahl der Lehrlinge ist schon in den Jahren davor gesunken. Nach geburtenstarken Jahrgängen sei die Zahl der 15-Jährigen zuletzt rückläufig gewesen. Dazu sei heuer ein Sondereffekt gekommen, der indirekt mit der Corona-Pandemie zusammenhängt. Viele Schüler durften heuer nämlich trotz Fünfer aufsteigen. Damit habe es am Lehrlingsmarkt weniger Schulabbrecher gegeben.

Einzelhandel, Metalltechnik, Gastro, Elektrotechnik suchen

Trotz des großen Minus bei Lehranfängern in Berufen aus der Gastronomie und der Hotellerie, gibt es hier weiterhin deutlich mehr offene Lehrstellen als Suchende. Das dürfte einerseits damit zusammenhängen, dass die Lehrstellen vor allem im Westen Österreichs sind, die Bewerber aber im Ostösterreich zuhause sind. Andererseits haben angesichts der Pandemie aktuell weniger Lehrlinge dort eine Ausbildung angestrebt. Auch in bestimmten Industrieberufen war das Minus groß, etwa in der Luftfahrtechnik. Auch beim Lehrberuf Veranstaltungstechnik und bei persönlichen Dienstleistungen gab es deutliche Rückgänge.

Dass es Ende Oktober einen Überhang offener Lehrstellen gibt, beweist, dass die Unternehmen nach wie vor einen großen Bedarf haben. Der Rückgang der Lehranfänger sei zu einem guten Teil darauf zurückzuführen, dass viele offene Lehrstellen aus Mangel an geeigneten Bewerbern nicht besetzt werden können. Im Jahresdurchschnitt gab es in folgenden Berufen den größten Lehrstellenüberhang: Einzelhandel, Metalltechnik, Restaurantfachmann/ -frau, Koch/Köchin und Elektrotechnik.

Lehrverträge "auf den letzten Drücker" abgeschlossen

Normalerweise beginnen die meisten 15-Jährigen im September ihre Lehre. Aufgrund der Coronapandemie und der im Frühjahr ausgefallenen Berufsorientierung an den Schulen kam es heuer zu Verzögerungen. "Aus Deutschland und von Rückmeldungen heimischer Unternehmen wissen wir, dass heuer viele Lehrverträge 'auf den letzten Drücker' abgeschlossen werden", sagte WKÖ-Lehrlingsexperte Alfred Freundlinger. Die WKÖ-Einschätzung ist, dass durch eine Verlängerung des Lehrlingsbonus bis Jahresende noch zusätzliche Lehrstellen geschaffen werden könnten.

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