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Lebensmittel „Made in Austria“: Rekordergebnis im Export 

Koßdorff: Exporte überschreiten 2016 erstmals die sechs Mrd. Euro-Grenze – Optimismus für 2017 – Außenhandel schafft Jobs und Wertschöpfung

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Die österreichischen Exporte von Erzeugnissen der Lebensmittelindustrie legten 2016 um 3,6 % zu und überschritten damit erstmals die sechs Mrd. Euro Grenze. Konkret wurden im Vorjahr Lebensmittel „Made in Austria“ im Wert von 6.191 Mio. Euro exportiert. „Das ist ein beachtlicher Erfolg für die heimische Lebensmittelindustrie. Er zeigt, dass österreichische Lebensmittel mit Qualität, Sicherheit und Genuss weltweit bei immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten punkten“, freut sich Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin im Fachverband der Lebensmittelindustrie anlässlich der ANUGA – der wichtigsten Fachmesse für Lebensmittel und Getränke in Köln. 

Diese erfreuliche Entwicklung ist vor allem den Erfolgen der Hersteller auf Märkten außerhalb Europas zu verdanken. Dort legten die Exporte aus Österreich um 7,6 % zu und erreichten ein Volumen von 1.360 Mio. Euro. Der wichtigste Drittlandsmarkt für die heimische Lebensmittelindustrie bleiben die USA (740 Mio. Euro, + 20,9 % gegenüber 2015). Die USA liegen übrigens hinter Deutschland (2.088 Mio. Euro Exportvolumen, + 3,9 % gegenüber 2015) bereits an der zweiten Stelle im Ranking der Top-Exportländer für die heimische Lebensmittelbranche.

Export bleibt auch 2017 wichtigstes Standbein für die Branche

Der Export bleibt Branchen-Motor für Wachstum und Jobs. Zwei von drei in Österreich produzierten Lebensmitteln werden auf über 180 Märkten quer über den Globus verkauft. Konkret leistet die österreichische Lebensmittelindustrie fast 60 % der gesamten Agrarexporte Österreichs (Exportvolumen 2016: 10,4 Mrd. Euro). Die „Bestseller“ „Made in Austria“ sind Getränke, Süß- und Backwaren, Produkte der österreichischen Mehlspeisküche sowie Würste und Fleischwaren.

Der seit Jahren angespannte Inlandsmarkt hat die österreichischen Hersteller schon früh bewogen, ihre Chance im Export zu suchen. Das zeigt die beeindruckende Entwicklung der Exportquote von lediglich 16 % im Jahr 1995 auf weit über 60 % im Jahr 2016. Auch ein Vergleich des heimischen Exportanteils mit jenem aus Deutschland macht deutlich: „Die heimische Branche hat einen doppelt so hohen Exportanteil als ihre deutschen Mitbewerber und hat sich mit Qualität, Sicherheit und Genuss zum Schwergewicht im Lebensmittel- und Getränke-Export entwickelt“, stellt Koßdorff fest. Ein gesättigter und hart umkämpfter Inlandsmarkt machen den Export von Lebensmitteln „Made in Austria“ bereits seit vielen Jahren zum unverzichtbaren Standbein für die Branche.

Halbjahresbilanz 2017 stimmt die Branche optimistisch

Die Exporte der Lebensmittelindustrie zeigen für das erste Halbjahr 2017 mit einem Plus von 7,4 % gegenüber dem Vorjahr eine gute Entwicklung. Deutschland ist mit einem Zuwachs von 6,2 % nach wie vor der Nummer-Eins-Markt für österreichische Lebensmittel. Und das trotz schwieriger Bedingungen: So gibt es etwa im Binnenmarkt immer wieder Lieferverzögerungen durch die Wartezeiten an Österreichs Grenzen. 

International wirft der bevorstehende Brexit die ersten Schatten voraus: Großbritannien ist für die österreichische Lebensmittelindustrie der viertgrößte Absatzmarkt innerhalb der EU nach Deutschland, Italien und Ungarn. Das Exportvolumen lag 2016 bei 167 Mio. Euro (+ 7,6 % gegenüber 2015). Im ersten Halbjahr 2017 brachen die Lebensmittelexporte nach Großbritannien um 14 % ein.

Obwohl sich die Folgen der „Ukraine-Russland-Krise“ für viele Unternehmen noch negativ auswirken, stieg die Exportleistung der österreichischen Lebensmittelindustrie auf Märkten außerhalb Europas im ersten Halbjahr überdurchschnittlich um 12,5 %. Exportmotor dabei war wieder der US-Markt. Dieser wuchs gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 12,5 % auf 441 Mio. Euro. Gemeinsam mit Deutschland bleiben die USA Top-Exportmarkt für österreichische Lebensmittel und Getränke. Auch der kanadische Markt stimmt optimistisch. So konnten sich die österreichischen Lebensmittelhersteller bereits vor der vorläufigen Umsetzung des CETA-Handelsteils einen Wettbewerbsvorsprung in Kanada verschaffen – das zeigt ein Plus von mehr als 60 % im ersten Halbjahr 2017. Die gemeinsamen Aktivitäten im Frühjahr 2017 im Rahmen einer Wirtschaftsdelegation mit Austrian Showcases in Toronto und Montreal unter Federführung des Landwirtschaftsministeriums und der Außenwirtschaft Austria der WKÖ zeigen bereits erste positive Signale. 

Alle Kraft in den Export - Freihandel schafft Marktchancen

Beachtliche sechs von zehn Euro des österreichischen BIP werden durch den Export verdient, ein Prozent mehr Exportleistung bedeutet rund 10.000 neue Jobs im Inland. Gerade deshalb sind für ein Exportland wie Österreich gut verhandelte Abkommen mit Drittstaaten essenziell. Die österreichische Lebensmittelindustrie begrüßt daher jede Initiative der EU, die Chancen für heimische Hersteller auf den Märkten rund um den Globus zu verbessern. Für den Diskurs über Freihandelsabkommen fordert die Branche klar ein: Fakten statt Populismus!

Die Branche sagt daher auch klar „Ja“ zu den Wirtschaftsbeziehungen mit Kanada und Japan. Sowohl das EU-Kanada-Abkommen (CETA) als auch die Verhandlungen mit Japan werden von der Branche begrüßt. Gerade CETA bringt für viele Lebensmittel und Getränke „Made in Austria“ einerseits leichtere Absatzchancen am kanadischen Markt und nimmt andererseits auf sensible Agrarwaren und Lebensmittel etwa durch einen schrittweisen Zollabbau (bis zu acht Jahren) oder Einfuhrkontingente Rücksicht. Es ist somit beste Grundlage für die künftige Partnerschaft mit Japan.

Stellenwert der Lebensmittelindustrie in Österreich 

Die Lebensmittelindustrie ist eine der größten Branchen Österreichs. Sie sichert im Interesse der Konsumenten tagtäglich die Versorgung mit sicheren, qualitativen und leistbaren Lebensmitteln. Die rund 200 Unternehmen mit ihren 26.000 Beschäftigten erwirtschafteten im Jahr 2016 ein Produktionsvolumen von knapp über acht Mrd. Euro. Über 60 % davon werden in über 180 Länder rund um den Globus exportiert. Der Fachverband unterstützt seine Mitglieder durch Information, Beratung und internationale Vernetzung.

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