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Landertshammer: Wirtschaft unterstützt neuen Kurs bei Unifinanzierung und Zugangsregelungen 

Regierung setzt Meilenstein in der Steuerung des Universitätssektors

Hörsaal
© WKÖ

„Die Wirtschaft unterstützt den neuen Kurs der Bundesregierung, der nun mit der Novelle zum Universitätsgesetz eingeschlagen wird. Damit wird ein Meilenstein in der Steuerung des Universitätssektors gesetzt, weil es nun zur Einführung von kapazitäts- und auch arbeitsmarktorientierten Zugangsregelungen und eines wettbewerbsorientierten und effizienteren Finanzierungssystems kommt“, betonte heute, Mittwoch, der Leiter der Bildungspolitischen Abteilung der WKÖ, Michael Landertshammer. Es sei erfreulich, dass im vorliegenden Paket langjährige Forderungen der Wirtschaft umgesetzt werden und die Unis notwendige Rahmenbedingungen erhalten, um den großen Ansturm an Studierenden – vor allem konzentriert auf einige wenige Studienrichtungen - managen zu können. 

Verstärkte Betonung des Leistungsgedankens

Erwartbar sei nicht nur eine Verbesserung der Betreuungsrelation, die insgesamt zu einer höheren Qualität des Studierens und Forschens führen wird, sondern dass durch eine verstärkte Betonung des Leistungsgedankens Prüfungsaktivität und Anzahl der Studienabschlüsse durch die neuen Regelungen gefördert werden, so Landertshammer: „Wir benötigen schnellere Abschlüsse und eine verbesserte Qualität der Lehre. Beides ist im Sinne der Wirtschaft, denn der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften ist groß.“ In diesem Zusammenhang sei auch die Aufstockung der Studienplätze für Studienanfänger im Bereich der Informatik um 300 zu begrüßen. Gleichzeitig sollte von der Möglichkeit Gebrauch gemacht werden, die österreichweit anzubietende Mindestanzahl um bis zu 20 Prozent zu erhöhen, da die entsprechende Nachfrage am Arbeitsmarkt bestehe.

Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Mittelvergabe

Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Mittelvergabe durch die Definition von drei Budgetsäulen sind wichtige Elemente, um die Finanzierung der heimischen Universitäten erfolgreich zu gestalten. Es ist daher nicht nur erfreulich, dass das Universitätsbudget um 1,35 Mrd. Euro auf über 11 Mrd. Euro für die Periode 2019-2021 angehoben wird, sondern dass die eingeworbenen Drittmittel und die Zahl der an den Unis angestellten Doktoranden berücksichtigt werden. „Die nun gesetzten Anreize für eine engere Zusammenarbeit von Universitäten mit Forschungspartnern und der Ausbau der forschungsorientierten Skill-Base in Österreich werden längerfristig die Bedeutung der Universitäten im österreichischen Innovationsystem steigern. Die nun getroffenen Regelungen ermöglichen den Universitäten jedenfalls auf die Herausforderungen im Bildungswesen zu reagieren“, unterstrich der Bildungsexperte der WKÖ. (PWK061/us)

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