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Landertshammer: „Sprachdefizite abbauen, bedeutet Chancen für Jugend und Betriebe erhöhen“

Je früher und intensiver die deutsche Sprache beherrscht wird, desto sicherer gelingt Integration

Schule
© WKÖ

„Entscheidend für den gesamten Verlauf eines zukünftigen Bildungs- und Erwerbslebens ist die Beherrschung der deutschen Sprache, daher begrüßen wir alle Maßnahmen, die Sprachdefizite abbauen“, so Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik der Wirtschaftskammer Österreich zu dem am Montag von Bundesminister Fassmann vorgestellten Konzept für Deutschförderklassen. 

“Die für das Schuljahr 2018/19 vorgesehene Maßnahme sehen wir aus Unternehmersicht sehr vorteilhaft“, unterstreicht Landertshammer, der auf die stark gestiegene Anzahl von Schülern in Sprachförderungsmaßnahmen und auf den Umstand verweist, dass 4 von 10 Volksschülern oder auch 45 Prozent der Pflichtschulabsolventen nicht oder kaum sinnerfassend lesen können. Dies seien die Fakten, die die Möglichkeiten österreichischer Unternehmen, dringend benötigte Fachkräfte auszubilden und Arbeit zu schaffen, stark einschränken würden. Ein großer Anteil an dieser Situation gehe auf zu geringe Deutschkenntnisse bei vielen Schülern zurück, die sich durch die Durchmischung von Deutschsprachigen und Nichtdeutschsprachigen in ein und denselben Klassen verschärft habe. 

Aufnahme ins soziale Umfeld trotz sprachlicher Unterschiede

„Das Credo einer ‚Gleichmacherei‘ nützt mit niemanden, am allerwenigsten den Betroffenen selbst“, so Landertshammer, der vom Vorwurf einer sozialen Ausgrenzung nichts hält. „Im Gegenteil: je früher und intensiver die deutsche Sprache beherrscht wird, desto sicherer gelingt Integration.“ Wichtig sei aber auch, dass die Aufnahme ins soziale Umfeld trotz sprachlicher Unterschiede stattfindet, indem bestimmte Fächer oder Ausflüge dennoch gemeinsam absolviert werden. Außerdem muss es das erklärte Ziel sein, alle Schüler so bald wie möglich in die Lage zu versetzen am normalen Regelunterricht im Klassenverband teilnehmen zu lassen. Daher sind die geplanten laufenden Standeserhebungen und Testverfahren von besonderer Wichtigkeit, ergänzt Landertshammer abschließend. (PWK042/us) 

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