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Landertshammer zu Kaske: Wirtschaft bei Lehrlingsausbildung nicht säumig! 

Rahmenbedingungen für Ausbildungsbetriebe verbessern – Bildungspolitische Anstrengungen verstärken, damit Ausbildungsreife gewährleistet ist 

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„Österreichs Betriebe sind bei der Lehrlingsausbildung nicht säumig. Vielmehr führt die demographische Entwicklung dazu, dass inzwischen die Lehrlinge im ersten Lehrjahr wieder zunehmen“, betonte heute, Donnerstag, der Leiter der bildungspolitischen Abteilung in der WKÖ, Michael Landertshammer. Entschieden weist Landertshammer die Argumentation der Arbeiterkammer zurück, dass die heimischen Ausbildungsbetriebe an ihren Lehrlingen verdienen würden: „Das IBW sagt klar, dass eine Gegenüberstellung von Bruttokosten der Lehrausbildung und Wert der produktiven Leistungen Zahlen ergibt, die im Schnitt in allen Lehrjahren negativ sind.“  

Besonders viele Lehrstellensuchende in Wien

Das AMS weist aus, dass rund 38 Prozent aller 15-Jährigen eines Jahrganges in Österreich eine Lehrausbildung beginnen. Dieser Anteil ist seit Mitte der 1990er-Jahre relativ stabil. Das West-Ost-Gefälle habe aber in den Jahren zugenommen, sodass es etwa in Wien besonders viele Lehrstellensuchende und vergleichsweise wenige offene Lehrstellen gibt. Die von AK-Präsident Rudolf Kaske genannte Zahl von 23.000 Lehrstellensuchenden sei aber nicht nachvollziehbar. Denn das AMS hat erst vor wenigen Tagen Zahlen veröffentlicht, die mit Ende Oktober 6.794 Lehrstellensuchende (-280 gegenüber Vorjahresmonat) ausweisen und 5.429 gemeldete offene Lehrstellen (+766) – wodurch die Lehrstellenlücke sehr kräftig auf 1.365 fehlende Lehrplätze (-1.046) schrumpfte. 

Rahmenbedingungen für Ausbildungsbetriebe verbessern

Dass generell Lehrstellen unbesetzt bleiben, habe aus Sicht des Bildungsexperten zwei Gründe: „Einerseits entsprechen immer mehr Jugendliche nicht mehr den Anforderungen, die von den Ausbildungsbetrieben gestellt werden, insbesondere was schulische Grundfertigkeiten betrifft. Andererseits müssten sich die Rahmenbedingungen für die Ausbildungsbetriebe verbessern. Das bedeutet etwa die Gleichstellung von Schülern mit Lehrlingen oder die Einführung einer Ausbildungsreife, um schulische Mindeststandards zu gewährleisten und die Ausbildungspflicht bis 18 sinnvoll umzusetzen.“

„Wirtschaftskammer und Arbeiterkammer verbindet, dass sie sich für mehr Lehrplätze stark machen. Der Weg dorthin kann aber nur über sinnvolle Maßnahmen führen. Wir, also der Standort Österreich, profitieren in vielfältiger Weise von der Ausbildung unserer Fachkräfte in den Betrieben, die duale Ausbildung ist eine standortpolitische Stärke. Ohne Qualifizierung und Fortbildung wird es mit den Fachkräften von heute nicht mehr möglich sein, die Produkte und Dienstleistungen von morgen anzubieten. Deshalb gilt es, gemeinsam eine Modernisierung der Lehre im Fokus zu haben“, so Landertshammer abschließend. (PWK857/us)

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