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Kur- und Reha-Einrichtungen leisten unverzichtbaren Beitrag zur Gesundheitsversorgung

Fachverband der Gesundheitsbetriebe weist Anwürfe der Gewerkschaft vida zurück

Reha-Einrichtung
© WKÖ

Mit Kopfschütteln reagieren die österreichischen Kur- und Rehabilitationseinrichtungen auf Vorwürfe, die vom Vorsitzenden des Fachbereichs Gesundheit in der Gewerkschaft vida, Gerhard Mjka, heute erhoben wurden. Er forderte, dass „die Kur- und Rehaeinrichtungen in Österreich umgehend geschlossen werden".

Damit zeigt sich die Gewerkschaft schlecht informiert, denn die Kureinrichtungen werden bereits seit Sonntag, 15. März, schrittweise geschlossen. Eine schrittweise Schließung ist notwendig, um den Patienten die Möglichkeit zu geben, nach dem Abbruch ihrer Kuren/Gesundheitsvorsorge Aktiv die Rückkehr in die häusliche Pflege entsprechend zu organisieren. 

Reha-Einrichtungen entlasten das Gesundheitssystem

Völlig anders stellt sich die Situation bei den Rehabilitationseinrichtungen dar, die einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung Österreich leisten. Hier würden Schließungen gerade zum jetzigen Zeitpunkt die öffentlichen Spitäler zusätzlich belasten. „Die Reha-Einrichtungen betreuen beispielsweise Patienten nach Schlaganfällen oder Herzinfarkten. Würden sie diese Leistungen einstellen, müssten viele von ihnen in den Spitälern behandelt werden“, betont der Obmann des Fachverbands der Gesundheitsbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Julian Hadschieff, und fügt hinzu: „Die Reha-Einrichtungen entlasten gemeinsam mit ihren qualifizierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen das öffentliche Gesundheitssystem. Wir sind derzeit in den Bundesländern mit den politisch Verantwortlichen im Gespräch, um zu klären, wo die Reha-Einrichtungen zusätzliche Aufgaben übernehmen können, die in der gegenwärtigen Situation notwendig und nützlich sind.“ 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdienen Dank und Anerkennung

Als völlig unqualifizierte Entgleisung wertet Hadschieff den Vorschlag Mjkas, „Operationen wie Fettabsaugungen oder Hammerzehen“ zu verschieben. Hadschieff: „Reha-Einrichtungen führen weder Fettabsaugungen noch die Behandlung von Hammerzehen durch. Mit solchen Anwürfen werden die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verunsichert und in ihrer Arbeit behindert.“ Besonders absurd, so Hadschieff, ist auch die Forderung, dieses gerade jetzt notwendige und erfahrene medizinische Personal dem System zu entziehen: „Wie kann ausgerechnet die Gewerkschaft auf die Idee kommen, dass wir Mitarbeiter, die in ganz Österreich derzeit gebraucht werden, in Kurzarbeit oder zum AMS schicken sollen?“ Diese Mitarbeiter verdienen im Gegenteil „Dank und Anerkennung für ihren großartigen Einsatz“, so Hadschieff: „Wir bedanken uns ausdrücklich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Kur- und Rehaeinrichtungen für ihre unermüdliche Arbeit. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung in Österreich.“(PWK103/ES)

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