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Kreativwirtschaftsvertreter Trautenberger: "Geht jetzt um Fairness für alle Betriebe"

Kreative als Dienstleister und Zulieferer für Kunst und Kultur massiv betroffen – rasche finanzielle Hilfe notwendig

Gerin Trautenberger, Vorsitzender der Kreativwirtschaft Austria (KAT)
© Kreativwirtschaft Austria

Die neuerliche Schließung von Kunst- und Kulturbetrieben trifft die Kreativwirtschaft existentiell. Die Kreativwirtschaft war als einer der ersten Sektoren wirtschaftlich von der Ausbreitung des Corona-Virus und den gesetzten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus betroffen und gehört wohl auch zu den Sektoren, die am längsten mit Einschränkungen und den wirtschaftlichen Folgen der Krise zu kämpfen haben. Die Kreativwirtschaft ist Dienstleisterin und Zulieferin für den Kulturbetrieb: Abgesagte Kulturevents und geschlossene Museen, Theater, Kinos und andere Kulturbetriebe bedeuten für viele weniger oder gar keine Aufträge. Branchen wie die Kulturvermittlung, Fotografie, Eventmanagement, Werbung, Audiovisuelles, Filmtechnik, Musikproduzenten, Tonstudios/Tontechnik in Kontext von (Kultur-)Events trifft es als Teil des gesamten Wertschöpfungssystems besonders hart. 

"Es geht in der jetzigen Situation um Gerechtigkeit und Fairness für alle Betriebe – für jene, die offen haben, und für jene, die schließen müssen, auch indirekt Betroffene“, betont Gerin Trautenberger, Vorsitzender der KAT (Kreativwirtschaft Austria) in der Wirtschaftskammer Österreich. Dienstleisterinnen, Zulieferer und Content-Provider aus der Kreativwirtschaft, die jetzt wieder um ihre Aufträge umfallen wie z.B. Veranstalterinnen, Filmverleih, Agenturen, Fotografen, Technikerinnen, Kameraleute, Produzenten, Theaterverlage oder selbständige Künstlerinnen und Kulturschaffende, brauchen rasch finanzielle Unterstützung und einen Umsatzersatz. Jedenfalls braucht es auch den Fixkostenzuschuss, der jetzt endlich zur Verfügung stehen und ausbezahlt werden muss sowie zusätzliche Investitionsanreize in die Kreativwirtschaft wie den Kreativwirtschafts- bzw "Transformationsscheck", betont der KAT-Sprecher.  

"Die Kreativwirtschaft wird gerade in Krisenzeiten wegen ihrer Lösungskompetenz und Innovationskraft für die Wirtschaft gebraucht. Sie ist Treiberin der Digitalisierung und unterstützt Unternehmen dabei, ihre Geschäftsmodelle und Vertriebskanäle in der Krise zu transformieren. Wenn die Kreativwirtschaft durch die Krise wirtschaftlich untergeht, steht sie auch nicht als Motor des Neustarts als kompetente Dienstleisterin für den Rest der Wirtschaft zur Verfügung“, unterstreicht Trautenberger. (PWK493/PM)

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