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Kreativwirtschaft: Optimistischer Ausblick für 2018 

Kreativwirtschaftsbarometer skizziert Export-Aufschwung und Trend von Innovations-Investitionen

Kreativwirtschaft
© WKÖ

Aus dem aktuellen Kreativwirtschaftsbarometer der Kreativwirtschaft Austria, kurz KAT, geht hervor, dass die österreichischen Kreativunternehmen ihrer wirtschaftlichen Entwicklung positiv entgegenblicken. Auftragslage, Gesamtumsätze und Beschäftigungszahlen sollen 2018 steigen - vor allem der Export fungiert als wichtiger Wachstumstreiber. Der Fokus bei den Neuinvestitionen liegt im Bereich Innovation und Digitalisierung. Von der aktuellen Bundesregierung erwartet die Branche eine Senkung der Lohnnebenkosten sowie einen nachhaltigen Bürokratieabbau. Ziel ist auch die Etablierung eines breiten Innovationsbegriffs. Dies ist auch einer der Schwerpunkte in der Umsetzung der Kreativwirtschaftsstrategie, die – gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium – die Marschroute für die Stärkung der Branche bis 2025 festlegt. 

Dynamische Entwicklung von Auftragslage, Gesamtumsatz und Beschäftigung

Die Zahlen aus dem aktuellen Kreativwirtschaftsbarometer geben Anlass zur Freude: Für 2018 prognostizieren 42% der heimischen Kreativwirtschaftsunternehmen eine verbesserte Auftragslage und 47% steigende Gesamtumsätze. Die Umsatzannahmen liegen damit (per Saldo) sogar leicht über jenen der Gesamtwirtschaft. „In der Kreativwirtschaft entwickelten sich die Umsätze wesentlich dynamischer als in der Gesamtwirtschaft. Damit beweist sie auch in Zeiten der Unsicherheit gleichbleibende Resilienz“, ergänzt der Vorsitzende der Kreativwirtschaft Austria, Gerin Trautenberger und spielt auf das zuletzt sehr angespannte Wirtschaftsklima an. 

Besonders positiv ist, dass sich das allgemeine Wirtschaftsklima nach sechs Jahren anhaltender negativer Stimmung nun aber wieder in den positiven Bereich wandert, was sich auch an den zu erwartenden Beschäftigungszahlen zeige. Rund 30% der Kreativunternehmen planen, Personal aufzustocken. Die Kreativwirtschaft sei demnach ein Beschäftigungsmotor: „Kreativwirtschaft schafft Wertschöpfung und Beschäftigung beim Rest der Wirtschaft und sichert mehr als 300.000 Beschäftigte in der Wirtschaft ab. Drei Beschäftigte in der Kreativwirtschaft sichern zwei Arbeitsplätze im Rest der Wirtschaft“, rechnet der KAT-Vorsitzende und verweist damit auf die Zahlen des Siebenten Österreichischen Kreativwirtschaftsberichts.

Exportstarke Kreativwirtschaft

Ein weiterer wichtiger positiver Impuls ist die Erwartungshaltung im Export: Fast 60 Prozent rechnen mit einer Verbesserung ihrer Auslandsumsätze. Daran zeigt sich für die Kreativwirtschaft auf internationaler Ebene eine überdurchschnittlich erfolgreiche Entwicklung. Dem Agieren auf internationalen Märkten muss eine besonders große Bedeutung beigemessen werden. „Dass die Kreativwirtschaft im Vergleich zu anderen Dienstleistungssektoren international agiert, belegen unsere Kreativwirtschaftsberichte. Der Kreativwirtschaftsbarometer bestätigt das und zeigt, dass die Kreativwirtschaft für ihre Zukunft erfolgversprechende Schwerpunkte setzt“, zeigt sich der KAT-Vorsitzende zufrieden.

Forderung nach Lohnnebenkostensenkung und Bürokratieabbau

Von der aktuellen Bundesregierung wünschen sich die Kreativunternehmen mehrheitlich eine Senkung der Lohnnebenkosten (70%) sowie einen nachhaltigen Abbau der Bürokratie (67%). Bürokratische Belastungen werden insbesondere beim Arbeitsrecht, der Arbeitszeitregelung sowie der Steuergesetzgebung verortet. Steuer- und Gebührenanhebungen bzw. -Neueinführungen würden vor allem EPU und Kleinunternehmen, wie sie überwiegend in der Kreativwirtschaft anzutreffen sind, belasten. „Ich hoffe sehr, dass die von der Regierung angekündigten Maßnahmen zum Bürokratieabbau möglichst rasch umgesetzt werden“, betont Trautenberger. 

Stärkere Innovationsförderung

Dass die Kreativwirtschaft eine sehr aktive Akteurin im Innovationssystem ist, wird vor allem anhand des hohen Investitionsverhaltens im Bereich „Innovation und Digitalisierung“ (66%) deutlich. Kreativschaffende setzen auf innovative Produkte, Verfahren und Technologien und sind daher wichtige Treiber für Innovation in der Wirtschaft. „Wir sehen, dass die innovationspolitische Relevanz der Kreativwirtschaft bereits Einzug in der österreichische Forschungs- Technologie- und Innovationspolitik gefunden hat. Zur erfolgreichen Etablierung eines breiten Innovationsbegriffes braucht es jedoch auf allen politischen Ebenen noch weitere Anstrengungen“. Der KAT-Vorsitzende verweist dazu auf die Kreativwirtschaftsstrategie des BMDW und appelliert an eine konsequente Umsetzung. Darin vorgeschlagene Instrumente wie der Kreativwirtschaftsscheck seien wichtig, um das Investitionsverhalten der Unternehmen zu stärken und den Markt für Kreativleistungen zu verbessern.

Kreativwirtschaftsbarometer zeigt Erwartungen der Kreativwirtschaft

Der Kreativwirtschaftsbarometer der Kreativwirtschaft Austria der WKÖ wird als eine Umsetzungsmaßnahme der österreichischen Kreativwirtschaftsstrategie des BMDW erstellt und ist eine Sonderauswertung des WKÖ-Wirtschaftsbarometers Austria. 302 kreativschaffende Unternehmen wurden zu ihren wirtschaftlichen Erwartungen für die kommenden 12 Monate befragt. Neben dem Österreichischen Kreativwirtschaftsbericht und dem Kreativwirtschaftspolitischen Datenblatt ist das Kreativwirtschaftsbarometer ein wichtiges Instrument, um die wirtschaftliche Lage des Sektors regelmäßig zu dokumentieren und Trends sowie Wendepunkte frühzeitig zu erkennen. (PWK071/us)

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