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Kreativität bei Bekämpfung des Fachkräftemangels statt bei Zahlenspielen einsetzen 

WKÖ-Experte Gleitsmann: Sachliche Debatte statt Panikmache - Wirtschaft stellt Zahlen zu Mangelberufen richtig

Martin Gleitsmann
© WKÖ

Völlig aus der Luft gegriffen sind die heute von SPÖ-Chef Kern ins Spiel gebrachten Zahlen zur Rot-Weiß-Rot-Karte beziehungsweise Mangelberufsliste. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) stellt dazu klar: 

Die Zahl der RWR-Karten-Bewilligungen beläuft sich seit 2011 bis heute INSGESAMT auf rund 12.000. 

1.700 Fachkräfte in Mangelberufen wurden insgesamt in diesen rund fünf Jahren seit Einführung der Fachkräfteverordnung im Jahr 2013 bewilligt.

Auch die von Kern vorgerechnete Verdreifachung der Zahl der Karteninhaber ist nicht nachvollziehbar. Erstens, weil schon die Basis der 47.000 nicht den Tatsachen entspricht. Und zweitens, weil auch der Multiplikator, nämlich eine Verdreifachung, jeder Grundlage entbehrt.

Martin Gleitsmann, Arbeits- und Sozialrechtsexperte in der Wirtschaftskammer Österreich: „Diese Zahlen sind schlicht und einfach absurd. Die von der SPÖ behaupteten 150.000 zusätzlichen Zuwanderer würden knapp eine Verhundertfachung der derzeitigen Bewilligungen für Fachkräfte in Mangelberufen bedeuten“.

Statt Phantasie-Zahlenspiele anzustellen, sollte man sich stärker auf die Nöte der Betriebe konzentrieren, betont Gleitsmann. Für die heimischen Betriebe ist der Fachkräftemangel mittlerweile prioritäres Problem und Hemmschuh für Wachstum geworden: Bereits rund drei Viertel der Unternehmen haben Schwierigkeiten damit, ihre offenen Stellen mit geeigneten Personen zu besetzen. 

Alle Maßnahmen im Inland ausschöpfen

Daher gilt es, sämtliche Maßnahmen im Inland auszuschöpfen, fordert der WKÖ-Experte. 

Dazu zählt auch ein Ausbau der überregionalen Vermittlung. Diese alleine werde aber nicht reichen, so Gleitsmann: „Nachdem der internationale Wettbewerb um die besten Köpfe bereits in vollem Gange ist, wird es kaum möglich sein, in Österreich oder den benachbarten EU-Ländern ausreichend Fachkräfte zu bekommen. Ganz im Gegenteil: Länder wie Rumänien, Ungarn oder Deutschland - die Top-3-EU-Herkunftsländer - leiden ebenso unter Fachkräftemangel und weisen eine deutlich niedrigere Arbeitslosenquote auf als Österreich. Daher muss künftig verstärkt auf die Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte aus Drittstaaten gesetzt werden.“

Fokus auf qualifizierte Zuwanderung

„Die österreichische Bundesregierung hat in ihrem Regierungsprogramm klar verankert, dass sich die legale Zuwanderung an den Bedürfnissen Österreichs orientieren soll. Mit einem klaren Fokus auf qualifizierte Zuwanderung kann Österreich festlegen und kontrollieren, wer zuwandern darf. Das Instrument dafür ist die Rot-Weiß-Rot – Karte, dieses sollte für die Zuwanderung dringend benötigter Fachkräfte im Sinne unserer Betriebe und unseres Wirtschaftsstandorts auch entsprechend genutzt werden“ stellt Gleitsmann fest. (PWK032/PM)

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