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Kraus-Winkler: Google öffnet ‚Brandjacking‘ Tür und Tor - EU muss Rote Karte zeigen 

HOTREC und WKÖ-Fachverband Hotellerie fordern: Markenschutz für europäische Unternehmen auf Plattformen für Geschäftsbeziehungen dringend erhöhen

PC-User
© WKÖ

Der europäische Dachverband HOTREC (Hotels, Restaurants und Cafés in Europa) zeigt sich äußerst besorgt über die jüngste Ankündigung von Google zur Markennamen-Politik. Demnach soll jeder Vermittler, also auch Onlineplattformen, die Hotels vermitteln, künftig die Markennamen der gehandelten Produkte in seinen Google-Anzeigen frei verwenden dürfen. Europäischen Unternehmen droht so der Kontrollverlust über ihre Markennamen. Dies wäre vor allem für die Hotellerie eine dramatische Verschlechterung, da der Hotelname quasi von jedermann online genutzt werden kann. HOTREC fordert daher das Europäische Parlament und den Rat auf, in der bevorstehenden Verordnung über Plattformen für Geschäftsbeziehungen mehr Gewicht auf den Schutz der Rechte europäischer Unternehmen und die Kontrolle über ihre Marken zu legen. 

Die Ankündigung von Google, jedem Online-Vermittler oder Informationsdienstleister die freie Nutzung der Markennamen von Produkten zu gestatten, die für die Werbung bei Google vorgesehen sind, sei eindeutig ein Angriff auf die unternehmerische Freiheit und verletzt die geistigen Eigentumsrechte. 

Markenschutz verstärkt in den Fokus rücken

"Dieser Schritt würde eine enorme Wertminderung für die Rechte an den Markennamen - auch von Hotels - bedeuten. Der Markenschutz würde damit immer irrelevanter, was nicht akzeptabel ist. Deshalb fordern wir nun, den Markenschutz europäischer Unternehmen in den laufenden Verhandlungen verstärkt in den Fokus zu rücken bzw. ihn zu erhöhen", fordert Susanne Kraus-Winkler, HOTREC Präsidentin und Obfrau des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) in Richtung EU-Parlament und Rat und betont: „In Sachen ‚Brandjacking‘ muss die EU Google die Rote Karte zeigen.“

"Die angekündigte Änderung der Werbepolitik von Google wird zu höheren Werbekosten führen und die Gewinne von Google erhöhen, ohne dass europäische Unternehmen oder Verbraucher zusätzlichen Nutzen daraus ziehen. Außerdem wird es gerade für europäische KMUs, und hier vor allem auch den Hotels, unmöglich sein, eine faire Chance zu erhalten, in Google-Werbungen zu erscheinen", unterstreicht auch Markus Luthe, Vorsitzender der HOTREC Distribution Task Force, abschließend. (PWK724/ES)

HOTREC

HOTREC vertritt die Hotellerie und Gastronomie auf europäischer Ebene. Die Branche zählt insgesamt rund 1,8 Millionen Unternehmen, das sind 99,5% kleine und mittlere Unternehmen (91% sind Kleinstunternehmen, d.h. mit weniger als 10 Beschäftigten). Diese Geschäfte machen rund 60% der Wertschöpfung aus. Allein in der EU bietet die Branche rund 10 Millionen Arbeitsplätze. Zusammen mit den anderen Tourismusbranchen ist die Branche die drittgrößte in Europa. HOTREC vereint 40 nationale Verbände, die die Interessen dieser Branche in 29 verschiedenen europäischen Ländern vertreten.

Der Fachverband Hotellerie 

Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt 17.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,06 Millionen Betten. Mit über 41 Millionen Ankünften und knapp 141 Millionen Nächtigungen leistet die heimische Hotellerie einen wesentlichen Beitrag zur direkten und indirekten Wertschöpfung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft. 

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