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Kraus-Winkler: Deutsche Reisewarnung trifft heimische Hotellerie in Mark und Bein

Nach Totalausfall der Wintersaison im Vorjahr drohen nun erneut massive Umsatzeinbrüche – Betriebe werden auf Unterstützungsmaßnahmen angewiesen sein

Hotel; Tourismus; Schlüssel; Lobby; Rezeption;
© (C) Kalinovsky Dmitry_Adobe Stock

Wie das Robert Koch Institut (RKI) heute mitteilte, wird Deutschland Österreich mit Wirkung ab 15.11. als Hochrisikoland einstufen. "Auch wenn es vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Entwicklung zu befürchten war, trifft uns die Reisewarnung aus Deutschland nach dem kompletten Ausfall der letzten Wintersaison in Mark und Bein“, bezeichnet Susanne Kraus-Winkler, Obfrau des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Reisewarnung als Hiobsbotschaft.  

Bereits durch Spekulationen und Ankündigen in den vergangenen Tagen waren zahlreiche Betrieben bereits von Stornierungswelle getroffen, berichtet die Branchensprecherin und unterstreicht die enorme Bedeutung ausländischer Gäste in der heimischen Wintersaison.  

Tatsche ist, dass üblicherweise mehr als drei Viertel der insgesamt 73. Mio. Nächtigungen von Gästen aus dem Ausland gebucht werden, rund 37% aller Nächtigungen stammen von deutschen Gästen. An zweiter Stelle im Ranking der wichtigsten Winter- Herkunftsmärkte liegen die niederländischen Gäste mit rund 6,3 Mio. Nächtigungen. Kraus Winkler: "Besonders dramatisch trifft die Reisewarnung natürlich die Betriebe in den westlichen Bundesländern, wo der Anteil ausländischer Nächtigungen bei 80% bis teilweise über 90% liegt.“  

Kraus-Winkler: Dringend Lösung zu Quarantänepflicht für deutsche Kinder finden 

Als ein massives Problem bezeichnet Kraus-Winkler die Auswirkungen der deutschen Reisewarnung aufgrund der damit verbundenen Quarantänebestimmungen für Kinder: "Geimpfte und Genesene dürfen zwar nach wie vor bei uns urlauben und wir hoffen inständig, dass dies viele auch in Anspruch nehmen, aber deutsche Kinder unter 12 Jahren müssen nach der Rückreise 5 Tage in Quarantäne, Kinder über 12 Jahren die noch nicht geimpft sind sogar 10 Tage. Die Weihnachts- und Schiurlaubssaison ist natürlich die Familienreisezeit schlechthin. Niemand verreist, wenn die eigenen Kinder nach dem Urlaub noch in Quarantäne müssen. Ein Großteil unserer Betriebe hat auch ihre Zielgruppen genau dort. Wir hören jetzt schon von Betrieben, die mit einem Verlust von rund 50% ihrer Buchungen rechnen, andere sogar noch viel mehr, sodass es sich für sie diesen Winter schwierig werden wird, den Betrieb überhaupt noch wirtschaftlich zu führen.“ Die oberste Branchensprecherin drängt daher auf ein rasches Verhandlungsergebnis auf politscher Ebene: "Wir brauchen dringend eine Lösung mit dem Ziel, eine quarantänefreie Rückreise zu ermöglichen, wenn die Kinder in eine Teststrategie eingebettet sind. Dies würde auch der EU-Empfehlung entsprechen.“ 

WKÖ-Hotellerie fordert weitere Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen für Betriebe 

Aufgrund der dramatischen Entwicklungen fordert Kraus-Winkler weitere Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen für die Branche. "Wenn wir aufgrund der Pandemie-Situation, nach dem Komplettausfall der letzten Wintersaison, heuer erneut mit hohen Umsatzverlusten rechnen müssen, bringt das viele Betriebe an den Rand ihrer Existenz“, warnt Kraus-Winkler und schließt sich den dringlichen Impfapellen von Virologen und Experten an: "Jede Impfung entlastet das Gesundheitssystem, ermöglicht Kindern und Jugendlichen ohne Einschränkungen zu leben und erspart uns einen neuerlichen Lockdown, der für Betriebe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schwerwiegende Folgen hätte.“ 

Zudem brauche es österreichweit dringend einheitliche, klare Regelungen und Maßnahmen, wie etwa eine einheitliche Maskenpflicht für Alle, so Kraus-Winkler abschließend. (PWK675/ES)

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