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Kopf: Wachstum und Arbeitsplätze nicht durch überzogene Wahlversprechen gefährden 

35-Stunde-Woche und höherer Mindestlohn würden Faktor Arbeit massiv verteuern – das gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Betriebe

35-Stunde-Woche
© WKÖ

„Überzogene Forderungen sind weder mutig noch gut für Österreich", kommentiert Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die heute von der SPÖ bei deren Bundesparteirat vorgestellten Wahlkampf-Schwerpunkte. „Unsere mehr als 500.000 Betriebe und die insgesamt 3,8 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen Stabilität und Berechenbarkeit."

Die Umsetzung vieler SPÖ-Wünsche würde den Faktor Arbeit massiv verteuern, darunter eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich oder eine sechste Urlaubswoche für alle nach 25 Dienstjahren. „Schon jetzt ist der Faktor Arbeit in Österreich vergleichsweise teuer. Eine weitere Verteuerung gefährdet Arbeitsplätze und das können sich unsere Unternehmen, die im globalen Wettbewerb stehen, schlicht und einfach nicht leisten." 

Arbeitszeitverkürzung verstärkt Fachkräftemangel

Gleichzeitig würde eine Arbeitszeitverkürzung den ohnehin bereits grassierenden Fachkräftemangel noch verstärken. Ob die erhofften Effekte eintreten, ist dennoch fraglich. Kopf verweist in diesem Zusammenhang auf die Erfahrungen in Frankreich, wo die Einführung der 35-Stunden-Woche die Arbeitslosigkeit keineswegs reduziert hat, sondern lediglich zu mehr Überstunden geführt hat. 

Österreich hat zweithöchsten Mindestlohn in Europa

Ebenso geht der Ruf der SPÖ nach einem Recht auf Vier-Tagewoche sowie Anhebung des Mindestlohns für Kopf „an der Realität der Betriebe vorbei“. Denn diese sind gerade dabei, den Mindestlohn von 1500 Euro umzusetzen, was dem zweithöchsten Mindestlohn in Europa entspricht (nach Luxemburg). „In dieser Umsetzungsphase schon die nächste Erhöhung zu fordern, ist nicht nur unseriös, sondern würde die betroffenen Branchen, die oft kleinstrukturiert und ertragsschwach sind, massiv überfordern“, so Kopf.

Augenmaß und Berechenbarkeit nötig

Der WKÖ-Generalsekretär appelliert daher an alle wahlwerbenden Parteien, „mit Augenmaß“ vorzugehen und den Bürgerinnen und Bürgern im Wahlkampf keine unfinanzierbaren Maßnahmen in Aussicht zu stellen. „Wir müssen vielmehr Reformen angehen, von denen Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen profitieren und die den heimischen Wirtschafts- und Beschäftigungsstandort stärken. Wir brauchen Berechenbarkeit“, sagt Kopf. (PWK381/DFS)

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