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Kopf: Viel Lärm um nichts – trotz Flexibilisierung stagniert die Arbeitszeit 

Zahlen der Statistik Austria bestätigen, was WKÖ immer betonte: Unterm Strich wird nicht mehr gearbeitet – AK und ÖGB haben unnötigerweise Ängste geschürt

WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf
© WKÖ/Marek Knopp

„Jetzt haben wir die Zahlen schwarz auf weiß: Unterm Strich arbeiten die Arbeitnehmer auch nach der Flexibilisierung der Arbeitszeit genauso wie zuvor – und das, obwohl die Konjunktur im Vorjahr sehr gut lief. Das heißt, das neue Arbeitszeitgesetz ändert faktisch nichts an den Arbeitsstunden, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den heimischen Betrieben durchschnittlich leisten“, kommentiert Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die von der Statistik Austria heute bekannt gegebene Arbeitszeit-Statistik 2018. 

Im vierten Quartal 2018, also jenem Quartal, in dem die flexible Arbeitszeit bereits wirksam war, lag die Arbeitszeit mit 35,7 Stunden exakt im Schnitt der Quartale zuvor und war sogar kürzer als im Vorquartal, also dem dritten Quartal 2018.  

Einzig die Zahl der Mehr- und Überstunden ist leicht gestiegen – von 249,6 Millionen im Jahr 2017 auf 255,5 Millionen Stunden im Vorjahr. „Das ist ein konjunkturbedingter Anstieg, der im Vergleich zu früheren Jahren aber sehr moderat ausfiel“, so Kopf. Im Jahr 2007 etwa wurden noch 367,5 Millionen Mehr- und Überstunden geleistet, also fast eine Überstunde pro Woche und Arbeitnehmer mehr als heute. 

Beschäftigungszuwachs ist tolle Leistung der Betriebe

Besonders freut den WKÖ-Generalsekretär der große Zuwachs an Beschäftigten im Jahr 2018 von rund 67.400 Personen. „Und der weitaus überwiegende Teil davon, nämlich 65.500 Beschäftigte, fand einen Vollzeitarbeitsplatz. Dieser Jobausbau ist eine tolle Leistung unserer Betriebe“, betont Kopf.

„Alles in allem haben Arbeiterkammer und ÖGB somit unnötigerweise Ängste geschürt. Die Arbeitszeit-Flexibilisierung dient dazu, auf Auftragsspitzen entsprechend reagieren zu können. Zu anderen Zeiten werden die Mehrstunden aber wieder abgebaut, sodass Betriebe und Arbeitnehmer gleichermaßen von der Flexibilisierung profitieren“, so Kopf abschließend. (PWK171/DFS)

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