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Kopf: Neues Arbeitszeitgesetz setzt auf Einvernehmen von Unternehmen und Mitarbeitern 

Ab 1. September Rechtssicherheit anstelle von Graubereichen - Unternehmen haben das Abarbeiten von Auftragsspitzen im Fokus  

Handshake
© WKÖ

„Mit 1. September haben Unternehmen die Möglichkeit, flexible Arbeitszeiten mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu vereinbaren. Mit dem 12h-Tag erhalten die Betriebe die Chance, Auftragsspitzen abzuarbeiten. Gleichzeitig wird der 12h-Tag aber nicht dazu führen, dass die betriebliche Praxis geändert wird. Denn im Fokus steht nicht eine längere Beschäftigung der Mitarbeiter, sondern die die nötige Flexibilität für Betriebe und Mitarbeiter, Arbeitszeit besser zu nützen“, betont WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf vor dem Inkrafttreten des neuen Arbeitszeitgesetzes. 

Bewältigung von Auftragsspitzen

Der WKÖ-Generalsekretär verwies auf zahlreiche Unternehmens-Anfragen in den vergangenen Tagen und Wochen, die zeigen, dass es den Firmen um das Bewältigen von Auftragsspitzen gehe und nicht darum, länger zu beschäftigen. Vielfach werde genannt, dass Auftragsspitzen künftig im geltenden rechtlichen Rahmen und nicht im Graubereich abgearbeitet werden können. Insbesondere in den Regionen werde von Unternehmen sogar angefragt, ob Überstunden oder gar 12 Stunden-Tage akzeptieren werden müssen, wenn der Wunsch des Mitarbeiters besteht. Die Palette der Anfragen reiche dabei vom Event-Bereich mit Gastronomie, Beleuchtung und vielen damit verbundenen Sparten, Unternehmen mit Werkstätten-, oder Montageleistungen oder aber Produktionsbetrieben aus dem Zulieferbereich. „Wie bisher steht auch weiterhin das Einvernehmen zwischen Unternehmen und Mitarbeitern im Vordergrund. Daran wird sich nichts ändern“, so Kopf. 

Arbeitszeit und Freizeit an Bedürfnisse beider Seiten anpassen

Auch am Arbeitsmarkt werde die neue rechtliche Situation Neuerungen bringen: Da Arbeitszeit nun besser verteilt werden kann, müssen Unternehmen weniger auf andere flexible Instrumente wie z.B. die Zeitarbeit zurückgreifen. So haben einige Unternehmen bereits angekündigt, Leiharbeiter fix anzustellen. „Das Prinzip des Arbeitstages entfernt sich vom klassischen nine-to-five, der für immer weniger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aber auch Betriebe gültig ist. Vielmehr können Arbeitszeit und Freizeit nun durch die Ausweitung des gesetzlich gültigen Rahmens näher an die Bedürfnisse beider Seiten angepasst werden. Neue Jobs, eine gute Konjunktur und zeitgemäße Arbeitszeitregelungen greifen Hand in Hand und führen dazu, dass sich der heimische Wirtschaftsstandort weiterhin so positiv entwickeln wird“, so der WKÖ-Generalsekretär abschließend. (PWK573/us)

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