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Kopf: Neuerliches Beschäftigungsplus erfreulich, aber Mobilität am Arbeitsmarkt muss zunehmen

Arbeitsmarktchancen insgesamt erhöhen - Lohnnebenkosten in Österreich im OECD-Vergleich weit überdurchschnittlich  

WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf
© WKÖ/Marek Knopp WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf

Mit einem Plus von 74.000 aktiv Beschäftigten Ende Mai ist der Beschäftigungszuwachs (im Vorjahresvergleich) neuerlich sehr erfreulich. „Österreichs Wirtschaft und seine Beschäftigten haben in den vergangenen Jahren hervorragende Arbeit geleistet. Deshalb steht Österreich heute besser da als der Euro-Raum,“ so Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Dennoch: „Die weltweit schwächer werdende Konjunktur bleibt ein Unsicherheitsfaktor und wird auch die heimischen Betriebe herausfordern.“

Lohnnebenkosten im OECD-weiten Spitzenfeld

In Österreich entfallen 47,6 % der Arbeitskosten auf Abgaben und Steuern, womit wir im Spitzenfeld der OECD liegen. „In der Schweiz zahlt ein Arbeitgeber nur ein Viertel dessen, was auf den österreichischen Arbeitgeber an Lohnnebenkosten entfällt.“ Die hohen Lohnnebenkosten schaden der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft. „Eine geringere Belastung des Faktors Arbeit könnte die abflauende Konjunktur positiv beeinflussen,“ so Kopf.

Regionale Ungleichgewichte am Arbeitsmarkt bleiben Thema Nr. 1

Den Wirtschaftsprognosen zufolge wird das Ost-Westgefälle am Arbeitsmarkt auch künftig erhalten bleiben. „Wir müssen alles daransetzen, die Mobilität am Arbeitsmarkt zu steigern. Die arbeitslosen Menschen müssen wissen, dass sich ihre Arbeitsmarktchancen eindeutig erhöhen, wenn sie mobilitätsbereit sind“, sagt Kopf. Das AMS hat gerade in der letzten Zeit sehr viel getan, etwa Jobbörsen und überregionale Ausbildungen organisiert. In Zukunft werde es wichtig sein auch die Regionen stärker ins Boot zu holen, schließlich braucht es Wohnmöglichkeiten, Schul- und Kindergartenplätze und Jobs für mitziehende Familienangehörige. „Der vom AMS eingeschlagene Weg ist fortzusetzen. Die Förderinstrumente sollten rasch angepasst werden, damit jene Personen, die bereit sind, weiter entfernte Arbeitsplätze anzunehmen, die nötige Unterstützung erfahren. Es darf nicht sein, dass Unternehmen etwa im Westen ihre Arbeitsplätze nicht besetzen können und gleichzeitig die Arbeitslosigkeit in Wien im zweistelligen Bereich liegt,“ betont Kopf. (PWK289/DF/us)

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