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Kopf: „Gutachten zur SV-Reform - unterm Strich überwiegen Vorteile für Versicherte“ 

Hinweis auf einmalige Fusionskosten spricht für Seriosität der Studie – mittel- bis längerfristig zeigt sie enormes Einsparungspotenzial bei Verwaltungs- und IT-Kosten auf

WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf
© WKÖ/Marek Knopp WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf

„Ziel der Reform der Sozialversicherungsträger war von Anfang an eine effizientere und schlankere Sozialversicherung, die gleiche Beiträge für gleiche Leistungen sicherstellt. Das nun vorliegende Gutachten der Wiener Wirtschaftsuniversität zeigt, dass dieses Ziel erreicht werden kann und unterm Strich die Vorteile für die Versicherten überwiegen“, sagt Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). 

Die Kritik an einem der größten Reformprojekte der vergangenen Jahrzehnte kann er daher nicht nachvollziehen: „Dass bei einer solchen Reform auch Fusionskosten entstehen, ist völlig logisch. Und es ist gut, dass die Studie diese nicht verschweigt. Das spricht für die Ausgewogenheit und Seriosität des Gutachtens“, so Kopf. Diesen einmaligen Fusions- und Integrationskosten, die von den Studienautoren mit 300 bis 400 Millionen Euro beziffert werden, stehen aber Einsparungen gegenüber, die dann Jahr für Jahr erzielt werden. 

Einmalkosten stehen nachhaltige Einsparungen gegenüber

Konkret sieht die Studie im neuen Fünf-Träger-Modell klare Vorteile gegenüber der bisherigen Struktur mit 21 Sozialversicherungsträgern und erhebliche Effizienzsteigerungen in der Verwaltung, etwa durch Bündelung und Automatisierung ähnlicher Leistungen. Aber auch durch die gemeinsame Beschaffung und IT ergibt sich ein großes Einsparungspotenzial. In Summe werden die Einsparungen in der Verwaltung, in der Beschaffung und bei den IT-Kosten mit 277 bis 337 Millionen Euro jährlich beziffert. „Diese nachhaltigen Effekte sind das, worauf es wirklich ankommt und die letztlich den Versicherten zugutekommen“, betont Kopf. 

Verantwortungsvolle Umsetzung nun gefordert

Dass die Studie darauf hinweist, dass die Realisierung der Synergiepotenziale kein „Selbstläufer“ sei, sondern eine anspruchsvolle Managementaufgabe darstelle, wertet Kopf positiv: „Die handelnden Personen in der Sozialversicherung sind dadurch aufgefordert, das Riesenprojekt SV-Reform nun auch entsprechend verantwortungsvoll umzusetzen. Im Sinne der Versicherten und Beitragszahler müssen alle Beteiligten dafür sorgen, zum Erfolg beizutragen.“ (PWK389/DFS)

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