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Kopf zum 'persönlichen Feiertag': Vernünftiger Kompromiss für Religionsgemeinschaften, Arbeitnehmer und Arbeitgeber 

Erstmals Wahlfreiheit beim Urlaub für Arbeitnehmer – keine Überforderung für Betriebe

WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf
© WKÖ/Marek Knopp

„Die Einführung eines persönlichen Feiertags ist ein „vernünftiger Kompromiss und eine salomonische Lösung eines sehr komplexen Sachproblems“, begrüßt der Generalsekretär der Wirtschaftskammer, Karlheinz Kopf, den Beschluss des Nationalrates, der die – durch ein EUGH-Urteil hervorgerufene – Karfreitag-Problematik diskriminierungsfrei löst: „Damit wird sichergestellt, dass Angehörige aller Konfessionen ihren höchsten Feiertage gleichheitskonform begehen können. Dass dies der richtige Weg ist, zeigen die Reaktionen der höchsten Vertreter der wichtigsten Religionsgemeinschaften in Österreich.“ 

Arbeitnehmer bekommen Wahlfreiheit beim Urlaub

Arbeitnehmer bekommen mit dieser Lösung erstmals eine Wahlfreiheit beim Urlaub: Sie können einen Urlaubstag einseitig bestimmen – egal ob zu religiösen Zwecken oder aus anderen persönlichen Gründen. Dieser einseitige Rechtsanspruch des Arbeitnehmers auf einen persönlichen Feiertag muss drei Monate im Voraus beim Arbeitgeber geltend gemacht werden. Wenn der Arbeitgeber den Mitarbeiter ersucht, an diesem Tag doch zu arbeiten, kann dieser wählen, ob er der Bitte folgt oder beim Urlaubsantritt bleibt. Im Arbeitsfall haben Arbeitnehmer Anspruch auf das doppelte Entgelt und der Urlaubstag ist nicht verbraucht. 

„Für die Unternehmen bedeutet diese Lösung zwar Herausforderungen im Betriebsablauf, da aber kein ganzer Feiertag hinzukommt, trägt die Wirtschaft diesen Kompromiss im Sinn einer Lösung für alle mit“, hält Kopf fest. 

Neue Gesetzeslage löst diskriminierende Regelungen ab

Diskriminierende Regelungen zum Karfreitag in Kollektivverträgen werden durch die neue Gesetzeslage ohne Nachwirkung abgelöst. Kopf: „Der Gesetzgeber sollte zwar grundsätzlich nicht in Kollektivverträge eingreifen, im vorliegenden Fall ist der Generalkollektivvertrag zum Karfreitag aus 1952 durch das EUGH-Urteil aber inhaltlich und historisch einfach überholt worden.“ (PWK126/RH)

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