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Konjunkturgipfel der Wirtschaftskammer: Was Österreich jetzt braucht

WKÖ-Spitze und Unternehmensvertreter im Gespräch mit deutschem Wirtschaftsweisen Prof. Schmidt – WKÖ präsentiert Forderungspapier für Verhandlungen

Konjunkturgipfel
© Nadine Studeny

Deutschland und Österreich sind wirtschaftlich eng miteinander verbunden. Die Wirtschaft unseres mit Abstand wichtigsten Handelspartners „kränkelt“ jedoch seit einiger Zeit – Wirtschaftsforscher sprechen von einer technischen Rezession.  

Wie wirkt sich das auf den Standort Österreichs aus? Welche Schritte sind jetzt zu setzen, damit nicht auch Österreichs Wirtschaft „angesteckt“ wird? Um Antworten darauf zu finden, hat die Wirtschaftskammer Österreich heute zu einem hochkarätig besetzten Konjunkturgipfel eingeladen und den Finger auf den Puls der österreichischen Wirtschaft gelegt. 

Zeit zu handeln 

„Ein starker Standort ist kein Zufall. Ohne rasche und nachhaltige Maßnahmen für Österreichs Unternehmen sowie deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter läuft der Standort Österreich Gefahr, vom Rezessionsvirus in Deutschland angesteckt zu werden. Das können und wollen wir uns nicht leisten“, betont WKÖ-Präsident Harald Mahrer. „Wir schauen mit Argus-Augen auf unseren wichtigsten Handelspartner Deutschland, der sich in einer angespannten wirtschaftlichen Lage befindet. Da Österreichs Wirtschaft eng mit der deutschen verflochten ist, ist es jetzt höchste Zeit zu handeln“.

Konjunkturgipfel
© Nadine Studeny

Top-aktuelle Analyse aus Deutschland 

Für eine top-aktuelle Analyse der wirtschaftlichen Lage Deutschlands konnte die WKÖ den renommierten deutschen Ökonom Prof. Christoph M. Schmidt, Präsident des RWI und Vorsitzender des Sachverständigenrates, gewinnen. Nur einen Tag nach der Präsentation der Empfehlungen der deutschen Wirtschaftsweisen an die deutsche Bundesregierung gab Schmidt einen Einblick in die neue Analyse der Sachverständigen und ihre Handlungsempfehlungen an die Politik.  

Im Austausch mit der WKÖ-Spitze und Vertretern der heimischen Wirtschaft aus allen Branchen und allen Unternehmensgrößen zeigte der Experte die aktuellen Herausforderungen für Deutschlands und Europas Wirtschaft auf – und skizzierte, wie man gegensteuern kann. Damit Deutschland die Chancen des Strukturwandels ergreifen könne, müsse man dafür Wirtschafts- und Industriepolitik nicht neu erfinden, sondern weiterentwickeln, sagte Schmidt. 

Konkret erfordert das laut dem „Wirtschaftsweisen“ die Förderung von Forschung und Innovation, das Heben der Potenziale im Humanvermögen, die Steigerung der privaten und öffentlichen Investitionen und Koordination auf internationaler Ebene.

Konjunkturgipfel
© Nadine Studeny

Rasche Entlastung erforderlich 

„Kluge Standortpolitik heißt, die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu stärken und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entlasten“, betonte WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf. „Vor dem Hintergrund, dass die Weltwirtschaft durch zahleiche Unsicherheiten wie etwa den steigenden Protektionismus an Dynamik verliert und unser wichtigster Handelspartner Deutschland mit einem Konjunkturabschwung kämpft, braucht es rasch Entlastungsmaßnahmen“. Kopf verwies darauf, dass das Wirtschaftswachstum sich nun auch in Österreich merklich abschwächt – das Wifo erwartet für heuer nur mehr einen BIP-Zuwachs von 1,7% - und auch der WKÖ-Wirtschaftsbarometer, die größte Umfrage der gewerblichen Wirtschaft, spiegelt die abgekühlte Stimmung in den Betrieben wider. 

Was Österreich jetzt braucht: WKÖ-Forderungspapier für Regierungsverhandlungen 

„Die Expertise von Prof. Schmidt und die aktuellen Berichte aus unseren Betrieben lassen sich auf einen Nenner bringen: Was Österreich jetzt braucht, ist eine Fitnesskur“, sagte Mahrer. Dazu brauche es gezielte steuerliche und bürokratische Entlastungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, damit allen mehr netto von brutto bleibt. Ebenso sind effektive Impulse notwendig, um die Investitionstätigkeit anzukurbeln. Mahrer fordert konkret einen Investitionsfreibetrag in Höhe von 20% sowie zusätzlich einem Öko-Invest-Freibetrag, der 30% betragen soll.  

„Unsere Betriebe brauchen Planungs- und Rechtssicherheit. Daher müssen diese Punkte für die nächste Bundesregierung zwingend, wie auch immer sie zusammengesetzt sein wird, oberste Priorität haben. Was Österreich jetzt braucht, haben wir als Wirtschaftskammer detailliert in einem Forderungspapier zusammengestellt und übergeben dieses den Regierungsverhandlern.“ 

Die wichtigsten Forderungen im Überblick:

Steuern und Abgaben senken

  • Lohn- und Einkommensteuer senken
  • Körperschaftsteuer senken
  • Lohnnebenkosten senken

Bürokratie abbauen

  • „Beraten statt strafen“ richtig umsetzen
  • Kumulationsprinzip entschärfen
  • Unternehmensgründungen weiter erleichtern

Innovation fördern

  • Neue FTI-Strategie erstellen
  • Mit Innovationen auf Herausforderungen antworten
  • Chancen der künstlichen Intelligenz nutzen

Bildung verbessern

  • Bildungspflicht einführen
  • Fachkräfteoffensive für Österreich
  • Duale Berufsbildung stärken

Investitionen stärken

  • Investitionsfreibetrag einführen
  • Kapitalmarktoffensive umsetzen
  • „Green Finance“ mobilisieren


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