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Konjunkturentwicklung im stationären Einzelhandel: Turbulentes erstes Halbjahr 

Handelsobmann Buchmüller zieht Zwischenbilanz: Konjunkturdynamik flacht ab – Umsatz +1,3 Prozent, 2017 waren es noch +2 Prozent – Um 1,2 Prozent bzw. 4.000 mehr Beschäftigte

v.l.: Sparten-Obmann Peter Buchmüller, Sparten-Geschäftsführerin Iris Thalbauer und Ernst Gittenberger (KMU Forschung Austria)
© wkö v.l.: Sparten-Obmann Peter Buchmüller, Sparten-Geschäftsführerin Iris Thalbauer und Ernst Gittenberger (KMU Forschung Austria)

„Wir blicken auf eine turbulente erste Jahreshälfte zurück. Unterm Strich zeigt sich: Die Konjunkturdynamik flacht wieder etwas ab“, zieht Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Zwischenbilanz über die Konjunkturentwicklung im stationären Einzelhandel in Österreich. Diese präsentierte Handelsobmann Buchmüller heute, Donnerstag, gemeinsam mit Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria und Bundesspartengeschäftsführerin Iris Thalbauer im Haus der österreichischen Wirtschaft in Wien. 

Buchmüller: „Konjunkturdynamik flacht wieder ab“ 

Der stationäre Einzelhandel in Österreich erzielt im ersten Halbjahr 2018 ein Umsatzwachstum von 1,3 Prozent. Im Jahr 2017 betrug der Zuwachs beim Umsatz des Einzelhandelsumsatzes allerdings noch 2 Prozent. Unter Berücksichtigung der Preisentwicklung im Einzelhandel, die mit 1,9 Prozent der allgemeinen Inflationsrate entspricht, führt das nominelle Umsatzwachstum von 1,3 Prozent im ersten Halbjahr dieses Jahres zu einem realen Minus von 0,6 Prozent.  

40 Prozent der Einzelhandelsgeschäfte haben im untersuchten Zeitraum ein nominelles Umsatzwachstum verzeichnet, 18 Prozent konnten das Vorjahresniveau wieder erreichen, während 42 Prozent mit Umsatzrückgängen konfrontiert sind. 

In absoluten Zahlen haben die Umsätze im stationären Einzelhandel in der ersten Jahreshälfte 2018 rund 34,6 Milliarden Euro betragen. 

Umsatzentwicklung im Einzelhandel Jänner - Juni 2018 

Betrachtet man die Konjunkturdynamik im stationären Einzelhandel nach Monaten, zeigt sich ein turbulentes erstes Halbjahr 2018. „Erste Anzeichen dafür haben sich bereits im vierten Quartal 2017 gezeigt, das sich weniger dynamisch als die ersten drei Quartale des Jahres 2017 entwickelt hat“, so Handelsforscher Ernst Gittenberger (KMU Forschung Austria). 

Nach einem positiven Start ins Jahr 2018 im Jänner weist der stationäre Einzelhandel im Februar ein Umsatzminus auf. Das kalendarisch frühe Ostergeschäft beschert dem Einzelhandel in Österreich im März hohe Umsatzzuwächse und im Gegenzug nur ein knappes Plus im April. Der Mai entwickelt sich - nicht zuletzt wetterbedingt - schwächer als im Vorjahr. Das Umsatzminus im Mai kann jedoch vom Plus im Juni wieder wettgemacht werden. 

Die Entwicklung der einzelnen Branchen  

Am stärksten sind im ersten Halbjahr 2018 die Umsätze im Einzelhandel mit Bau- und Heimwerkerbedarf gestiegen, nämlich um 4,5 Prozent. An zweiter Stelle liegt der Einzelhandel mit Sportartikeln (+2,7 Prozent), knapp gefolgt vom Lebensmitteleinzelhandel (+2,5 Prozent), der nach wie vor die umsatzstärkste Einzelhandelsbranche ist. Der LEH trägt damit weiterhin wesentlich zur guten Konjunkturentwicklung im Einzelhandel bei, wenngleich sich die Dynamik gegenüber 2017 abgeschwächt hat. Der Einzelhandel mit Möbeln hat sich in allen Monaten positiv entwickelt und liegt mit einem Umsatzplus von 2,3 Prozent ebenfalls über dem Einzelhandelsdurchschnitt. 

Verstärktes Beschäftigungswachstum

Als „erfreulich“ bezeichnet Iris Thalbauer, Geschäftsführerin der Bundessparte Handel, „das verstärkte Beschäftigungswachstum, die Zahl der Einzelhandelsbeschäftigten steigt wieder stärker.“ Nach Beschäftigungszuwächsen von unter 1 Prozent pro Jahr in den Jahren 2015 bis 2017 verzeichnet der Einzelhandel in Folge des Konjunkturaufschwungs ein Beschäftigungsplus in Höhe von 1,2 Prozent bzw. rund 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber dem ersten Halbjahr 2017.  

„Die steigenden Beschäftigtenzahlen resultieren aber - entgegen immer wieder aufgestellten Behauptungen - nicht primär aus geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen“, stellt Thalbauer klar. „Vielmehr ist deren Zahl in der ersten Jahreshälfte um 0,9 Prozent bzw. um 400 Personen zurückgegangen.“  

Der Handel als Beschäftigungsgarant  

Damit gibt es im österreichischen Einzelhandel im ersten Halbjahr 2018 im Durchschnitt rund 333.500 unselbstständig Beschäftigte. „Damit erweist sich der Handel in Österreich einmal mehr als Beschäftigungsgarant“, halten Thalbauer und Handelsobmann Buchmüller fest. Und, so Bundesspartengeschäftsführerin Iris Thalbauer weiter: „Der Handel forciert - auch mit Unterstützung der WKÖ-Bundessparte – die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Denn diese sind gegenüber den Kunden die ‚Visitenkarte‘ des Unternehmens.“ Auch im neuen Handels-Kollektivvertrag kommt diesem Bereich eine besondere Bedeutung zu. Die Sozialpartner im Handel sind im Rahmen der Kollektivvertragsverhandlungen übereingekommen, Mitarbeitern den Zugang zu Aus- und Fortbildungsmaßnahmen leichter zu ermöglichen. 

Ausblick: „Stabil bis vorsichtig optimistisch“ 

Das Stimmungsbarometer bei den von der KMU Forschung Austria zur Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten befragten Einzelhändlerinnen und Einzelhändler in ganz Österreich steht auf „stabil bis vorsichtig optimistisch“: Während 18 Prozent eine Verbesserung der Geschäftsentwicklung erwarten und 79 Prozent mit einem stabilen Geschäftsverlauf rechnen, gehen demgegenüber nur drei Prozent von Umsatzrückgängen aus.“ (PWK534/JHR)

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