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Knill zu Gewerkschaftsforderungen: Realitäten anerkennen

KV-Verhandlungen Metalltechnische Industrie an Zukunft ausrichten

Christian Knill, Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie
© FMTI Christian Knill, Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie

Anlässlich der heute startenden Betriebsrätekonferenzen zu den KV-Verhandlungen der Metalltechnischen Industrie appelliert Obmann Christian Knill an die Gewerkschaften: „Es wird Zeit, die Realitäten anzuerkennen. Alle wesentlichen Wirtschaftsdaten für die Industrie sind negativ, wir verzeichnen Auftragseinbrüche, die Industrieproduktion sinkt seit mehreren Monaten und die Inflationsrate liegt mit aktuell 1,2 % auf sehr niedrigem Niveau. Das aktuelle Forderungspaket der Gewerkschaften ist vor diesem Hintergrund vollkommen überzogen.“

Etliche Betriebe der Metalltechnischen Industrie bereiten sich auf einen Rückgang der Produktion vor, es werden Zeitkonten abgebaut, Betriebsurlaube verlängert, Investitionen reduziert. Dazu kommt eine sehr volatile Lage auf den internationalen Märkten. Für die exportabhängige Metalltechnische Industrie bedeuteten diese Entwicklungen erhöhte Unsicherheiten.

Zu fairem Abschluss bereit

Knill: „Wir haben im Vorjahr außergewöhnlich hoch abgeschlossen und damit auch die Leistung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anerkannt. Wir sind auch heuer zu einem fairen Abschluss bereit. Aber es steht viel auf dem Spiel. Die Kosten für jedes Zehntelprozent KV-Erhöhung müssen die Betriebe erst in Zukunft verdienen. Ein unvernünftig hoher Abschluss lässt das nicht zu und gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und damit Arbeitsplätze. Die Betriebsräte wissen meist sehr gut über die Realitäten in den Betrieben Bescheid, daher hoffen wir auf mehr Vernunft bei der nächsten Verhandlungsrunde.“

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