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Kfz-Zulassungszahlen brechen weiter ein, Fahrzeughandel fordert Öko-Prämie

Klaus Edelsbrunner, Branchensprecher des Fahrzeughandels in Österreich: Autokäufer, Umwelt und Staat würden von Prämie profitieren

 

Elektroauto
© WKÖ

Um 33,9 Prozent weniger neu zugelassene Autos in Österreich im Mai, um 35,8 Prozent weniger gekaufte Fahrzeuge gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, Produktionsstopps, Schwierigkeiten mit Lieferketten – die Autoindustrie ist schwer von der derzeitigen Krise betroffen. Insbesondere der weitere drastische Rückgang der Zulassungszahlen wirkt sich dramatisch auf den österreichischen Fahrzeughandel aus: „Die Branche liegt am Boden“, so Klaus Edelsbrunner, Obmann des Bundesgremiums Fahrzeughandel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

 „Eine Unterstützung in Form einer Ökologisierungsprämie zur Ankurbelung des Marktes wäre eine klare Win-win-Situation und würde nicht nur die Konsumenten zum Fahrzeugkauf animieren, sondern auch dem Staat zusätzliche Steuereinnahmen bringen. Zudem würde eine Verjüngung des Fahrzeugbestandes die Umweltbilanz im Verkehrssektor verbessern“, hebt Fahrzeughandelsobmann Edelsbrunner hervor. Darüber hinaus könnte die Möglichkeit des Vorsteuerabzuges für Firmenfahrzeuge einen Kaufanreiz für den unternehmerischen Mittelstand darstellen.

Weitere Konjunkturmaßnahmen notwendig

„Der Automobilhandel zeichnet sich gegenüber anderen Bereichen des Handels durch einige Besonderheiten aus, wie dessen Kapitalintensität und der hohe Wert der gehandelten Güter. Um die Liquidität sicherzustellen, ist daher ein erhöhter Kapitalbedarf nötig“, so Branchensprecher Edelsbrunner. Und weiter: „Darüber hinaus ist die Automobilbranche einer der wenigen Zweige, die mit Gebrauchtwaren handelt. Alle Gebrauchtwagen erfahren mit jedem Tag, an dem sie nicht verkauft werden, eine Abwertung.“

Die heimische Automobilwirtschaft ist eine der Leitbranchen der produzierenden Wirtschaft in Österreich. Die Unternehmen der gesamten österreichischen Automobilwirtschaft stehen für 315.000 Arbeitsplätze und einer Bruttowertschöpfung von rund 26 Milliarden Euro. „Um diesen Wirtschaftszweig zu unterstützen, bedarf es dringend weiterer Konjunkturmaßnamen“, unterstreicht Klaus Edelsbrunner. (PWK261/JHR)

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