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Kein Pflegenotstand in Österreich!

Fachverband der Gesundheitsbetriebe fordert konstruktive Gespräche statt ungerechtfertigter Panikmache

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Das heimische Pflegesystem ist eines der besten die es gibt. Umso unverständlicher ist es, wenn nun von Seiten der Volksanwaltschaft versucht wird, ein Qualitätsproblem im heimischen Pflegesystem zu identifizieren. Es sei aber auch klar, dass die wenigen genannten Einzelfälle aufzuklären seien. Qualitätsstandards, die fachliche Qualifikation des Pflegepersonals sind zentrale Punkte, ohne denen das Betreiben von Pflegeeinrichtungen - ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Betroffenen - nicht möglich wäre, betont Dr. Martin Hoff, Vorsitzender des Fachausschusses "Seniorenbetreuung" im zuständigen Fachverband der Gesundheitsbetriebe in der WKÖ.

Die Volksanwaltschaft hatte in ihrem Bericht 479 Einrichtungen kontrolliert - darunter 125 Alten- und Pflegeheime. In einzelnen Heimen traten Defizite auf. Hier sei aber die Methodik der zur Überprüfung ausgesandten Kommissionen zu hinterfragen, wenn sogar die 100-prozentige Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften und aller vertraglichen Verpflichtungen nicht ausreicht, sondern Pflegeheimen ein Mangel nur deshalb attestiert wird, weil die anzuwendende landesgesetzliche Vorgabe in den Augen der Kommission nicht ausreicht bzw. nicht ausreichen könnte.

Höchst eigenartig ist es auch, wenn Beobachtungen der OPCAT-Kommissionen, die aus Einrichtungen stammen, die NICHT als Pflegeheime genehmigt sind, dennoch den Pflegeheimbetreibern zur Last gelegt werden. Bei den OPCAT - Kommission handelt es sich um spezielle Kommissionen der Volksanwaltschaft, denen als Aufgabe zugewiesen wurde, neben anderen Einrichtungen auch Einrichtungen der Pflege zu überprüfen.

Die nunmehrigen Angriffe von Volksanwalt Dr. Günter Kräuter gegen eine ganze Branche und alle dort tätigen Personen desavouieren die große Mehrheit der Heimträger und ebenso alle dort tätigen Pflegepersonen, so Hoff.  Der private Pflegebereich sei ein langjähriger und verlässlicher Betreiber von stationären Pflegeeinrichtungen in den Bundesländern. Hier angebliche oder tatsächlich aufgetretene Mängel in einem Pflegeheim - ohne nachvollziehbare Beweise - vorrangig dem privaten Betreibersektor zuzuordnen, muss als Angriff auf ein gutes und bewährtes System gewertet werden.

Die Pflege in Österreich ist sicher!

Sicher ist aber auch, dass es erheblicher Anstrengungen bedürfen wird, auch in Zukunft eine angemessene Versorgung unserer älteren Mitbürger sicher zu stellen und daher ein ständiger Dialog der beteiligten Institutionen stattfinden sollte bzw. muss. Umso eigenartiger mutet es daher an, wenn seitens der Volksanwaltschaft eine Art Gesprächsverweigerung betrieben wird und ein offizielles Schreiben (Jänner 2017!) des Fachverbandes als gesetzliche Interessensvertretung an Herrn Dr. Günter Kräuter bis dato unbeantwortet geblieben ist. (PWK403/us)

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