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Kein Aus für Bankomatentgelte 

Österreichs Banken zahlen durch das neue „Bankomatgesetz“ nur die Rechnung für US-Anbieter – WKÖ-Rudorfer: „Damit wird der Bankomatdichte in unserem Land kein guter Dienst getan“

Bankomatentgelt
© wkö

Österreichs Banken bieten Ihren Kunden und Kundinnen ein - auch im europäischen Vergleich - besonders dichtes Bankomatnetz an. Ein - sogenannter unabhängiger - Anbieter hat damit begonnen, für die Behebung von Bargeld ein Behebungsentgelt von aktuell 1,95 Euro zu verlangen. 

Das am 13. Jänner in Kraft tretende „Bankomatgesetz“, das noch unter der Federführung von BM Alois Stöger beschlossen wurde, sieht nun vor allem vor, dass beliebig festgesetzte Entgelte von jeglichen Drittanbietern, die ihre Geräte in Österreich aufstellen, die heimischen Banken zu tragen haben.  

Prüfung beim Verfassungsgerichtshof

„Mit diesem Vertrag zu Lasten Dritter wird nicht zuletzt das Recht auf Eigentum verletzt, weshalb der Vorschlag allein deswegen schon verfassungswidrig sein muss“, hält Franz Rudorfer, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), fest: „Wir haben daher den Verfassungsgerichtshof um Prüfung der Verfassungskonformität dieses Gesetzes ersucht.“ 

Wenn man Fremd-Anbietern in Österreich ein Geschäftsfeld auf Kosten heimischer Institute eröffnet, kann das nicht im Interesse der österreichischen Wirtschaft sein. Drittanbieter stellen ihre Geräte, da sie pro Behebung verdienen, an hochfrequentierten Orten auf. Die Bankomaten österreichischer Banken jedoch stehen in ganz Österreich zur Verfügung und sichern damit eine flächendeckende Versorgung mit Bargeld. „Mit dem neuen Bankomatgesetz wird der Bankomatdichte in unserem Land kein guter Dienst getan“, hält Rudorfer fest. (PWK023/JHR)

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