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Karmasin: Bundeseinheitliche Herbstferien zum Wohl der Kinder 

Schultz: Einführung der Herbstferien ist eine Grundvoraussetzung für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie

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„Wir brauchen eine Reform der Schulferien, die sich am Wohl der Kinder orientiert. Unser ÖVP-Vorschlag sieht daher vor, dass das Ferienausmaß gleichbleibt und die Schülerinnen und Schüler durch bundesweite Herbstferien entlastet werden“, betont Familien- und Jugendministerin Sophie Karmasin bei der heutigen gemeinsamen Pressekonferenz mit Martha Schultz, der Bundesvorsitzenden von Frau in der Wirtschaft (FiW) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). 

Gemeinsam mit Bildungsexperten, Schulpartnern und Vertretern der Wirtschaft hat die ÖVP in den vergangenen Monaten in zahlreichen Gesprächsrunden ein Modell für die Neugestaltung der Ferien erarbeitet, das die Kinder entlasten und für bessere Planbarkeit auf Seiten der Eltern führen soll. „Untersuchungen von Lernpsychologin Prof. Christiane Spiel von der Universität Wien bestätigen, dass ein hoher Anteil der Schülerinnen und Schüler mehr als 40 Stunden in der Woche für die Schule arbeitet. Die Herbstzeit bis Weihnachten ist mit fast vier Monaten ohne Erholungspause sehr belastend“, so Karmasin. 

Einführung österreichweiter Herbstferien

Der ÖVP-Reformvorschlag sieht daher vor, dass zwischen dem Nationalfeiertag (26. Oktober) und Allerseelen (2. November) österreichweit Herbstferien eingeführt werden. Statt bisher fünf bzw. vier Tagen bleiben in diesem Modell noch zwei (höhere Schulen) bzw. ein Tag (Pflichtschule) schulautonom. „Wir orientieren uns damit am Wohl der Schülerinnen und Schüler, die gerade die Herbstmonate bis Weihnachten besonders belastend empfinden“, erklärt Karmasin. Laut einer Online-Umfrage des Market-Instituts ist für 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler die Herbstzeit bis Weihnachten „stressig“. Auch 66 Prozent der Eltern nehmen das so wahr und würden Herbstferien als „gute gemeinsame Erholungszeit“ sehen.

Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie

„Diese Initiative ist eine Grundvoraussetzung für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Deshalb fordert FiW bereits seit langem die Vereinheitlichung der schulautonomen Tage als positiven, wichtigen Schritt für alle berufstätigen Eltern, allen voran Unternehmerinnen“, begrüßt Martha Schultz den heute präsentierten Reformvorschlag. Die im Entwurf geplanten Herbstferien garantieren eine gemeinsame, fixe und planbare Zeit mit der Familie.

Als nächster Schritt stehe der Start der Verhandlungen mit dem Bundesministerium für Bildung auf dem Plan. Ein Gesetzesentwurf für den ÖVP-Vorschlag für die Reform der Schulferien liegt bereits vor. Bei einem gemeinsamen Symposium mit der Wirtschaftskammer Österreich am 23. Mai 2017 soll das Thema Ferien vertieft und wissenschaftlich beleuchtet werden. „Ich möchte der WKÖ, und allen voran Martha Schultz für die wertvolle Unterstützung bei diesem wichtigen Thema danken“, betont die Bundesministerin. (ES)

Martha Schultz, Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft (FiW), und Familien- und Jugendministerin Sophie Karmasin
© Aigner/BMFJ Martha Schultz, Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft (FiW), und Familien- und Jugendministerin Sophie Karmasin
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