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KV-Abschluss im Metallgewerbe ist ein starkes Signal an den Berufsnachwuchs

Verhandlungserfolg: Deutlich mehr Einkommen und Klimaticket für Lehrlinge

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Die Kollektivvertragsverhandlungen im Metallgewerbe fanden am 19. November einen Abschluss – mit einem vollen Erfolg, wie die Verhandlungsleiter des Metallgewerbes, Andreas Lahner und Andreas Wirth, betonen. "Es ist in Zeiten der nationalen und globalen Krise ein besonderes Zeichen, wenn alle Seiten für Stabilität, Entlastung und Stärkung sorgen“, sagt Andreas Wirth. Er bezeichnet die Stärkung der Kaufkraft samt Fokus auf den Klimaschutz sowie die Flexibilisierung betrieblicher Arbeitszeitlösungen als zentrale Erfolge.  

"Vor allem der Einsatz für unseren Berufsnachwuchs hat heute echte Früchte getragen. Neben einer Steigerung beim Einkommen um 3,45 Prozent wird es für jeden Lehrling in Zukunft ein Klimaticket geben. Damit fördern wir die Akzeptanz umweltfreundlicher Mobilität bei der jungen Generation und sorgen zugleich für finanzielle Entlastung“, betont Andreas Lahner.  

Auch abseits des zukunftsweisenden "Lehrlingspaketes“ zeigt sich die Verhandlungsleiter zufrieden. Die heuer vereinbarte Erhöhung der monatlichen Mindestgrundlöhne beträgt ab 1. Jänner 2022 3,45 Prozent. Die IST-Löhne steigen mit Jahreswechsel um 3,0 Prozent . Entfernungszulagen und Nächtigungsgeld steigen um 2,50 Prozent, alle lohnbezogenen Zulagen um 3,45 Prozent, mit Ausnahme der Nachtarbeits- und der Schichtzulagen, die in festgelegten Etappen schrittweise bis 2024 angehoben werden. 

Um den Betrieben eine leichtere Festlegung von sogenannten "langen“ und "kurzen“ Wochen zu ermöglichen, wurde eine entsprechende unbürokratische Regelung in den Kollektivvertrag aufgenommen. Damit kann unter bestimmten Voraussetzungen jede zweite Woche zu einer Vier-Tage-Woche gestaltet werden. Wiederum verlängert wurde die Möglichkeit einer Freizeitoption. Diese könnte wie schon zuvor gerade in dieser neuerlich kritischen Zeit ein Mittel sein, auf wechselnde Anforderungen bei schwankendem Arbeitsanfall zu reagieren. Die Freizeitoption ermöglicht - bei Einverständnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern - die Wahl zwischen Lohnerhöhung oder mehr Freizeit. 

"Insgesamt kann das Gewerbe auf einer soliden Basis aufbauen, die aktuelle Herausforderungen berücksichtigt, Flexibilität fördert und damit für Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite wichtige Perspektiven schafft“, so die beiden Verhandlungsleiter. 

Der abgeschlossene Kollektivvertrag gilt für rund 120.000 Arbeiterinnen und Arbeiter und mehr als 18.000 Lehrlinge in ca. 48.000 Betrieben mit insgesamt etwa 230.000 Beschäftigten ab 1. Jänner 2022. (PWK671/HSP)

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