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KV-Abschluss für die Betriebe der Bergbau-Stahl-Branche: 1,45 Prozent Lohn- und Gehaltsplus

WKÖ-Fachverband Bergbau-Stahl: Durch COVID-19-Krisensituation erstmalig rascher Abschluss erzielt

Stahl
© WKÖ

Der Fachverband Bergbau-Stahl in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und die Gewerkschaften Pro-GE und gpa-djp konnten heute, Donnerstag, 24. September 2020, in den Kollektivvertragsverhandlungen einen raschen Abschluss erzielen. Vereinbart wurde unter anderem ein Lohn- und Gehaltsplus von 1,45 Prozent ab November 2020. 

In der österreichischen Bergbau-Stahl Industrie sind COVID-bedingt die Auftragseingänge rund 20 Prozent zurückgegangen. Doch nicht nur COVID-19 stellt die Branche auf eine Belastungsprobe. Ein zusätzlich immer härterer, internationaler Wettbewerb sowie umweltpolitische Investitionen in Technologien zur CO2-Emissions-Reduktion belasten die im internationalen Wettbewerb stehenden Mitgliedsunternehmen schwer.

"Trotz der aktuellen Umstände und der Tatsache, dass wir uns in einer wirtschaftlichen und gesamtgesellschaftlichen Krise befinden, konnte mit dem Sozialpartner erstmalig ein rascher Kompromiss erzielt werden. Dies ist vor allem wichtig, um unseren Betrieben Klarheit und Planungssicherheit zu geben", so Verhandlungsleiter Markus Ritter, Geschäftsführer der Marienhütte.

Auch die Lehrlingsentschädigungen werden mit 1,45 Prozent erhöht. Unternehmen, die von der COVID-19-Krise weniger wirtschaftlich betroffen sind, können für besondere Leistungen ihrer Beschäftigten freiwillig eine einmalige steuerbefreite Corona Prämie in der Höhe von 150 Euro ausbezahlen. Die Zeitkonten wurden weiter flexibilisiert, um Arbeitsplätze zusätzlich abzusichern. Die kollektivvertragliche Nachtarbeitszulage sowie die Schichtzulage für die 3. Schicht werden ebenfalls erhöht.  

Ergebnis bei getrübter wirtschaftlicher Lage

Mit Blick auf den Wirtschaftseinbruch stützt der Abschluss in Höhe von 1,45 Prozent die Kaufkraft der Mitarbeiter nachhaltig und hilft der Gesamtwirtschaft. „Wir freuen uns, dass wir die Gespräche in guter sozialpartnerschaftlicher Tradition zielgerichtet geführt und so einen raschen Abschluss erzielen konnten, der für alle Beteiligten annehmbar ist. Nur mit Verantwortungsbewusstsein können Arbeitsplätze in Österreich nachhaltig gesichert werden und der Industriestandort in Österreich gewahrt werden“, betont Ritter. 

Fachverband Bergwerke und Stahl

Der Fachverband Bergwerke und Stahl ist die gesamtösterreichische Interessenvertretung der industriellen Stahl- und Bergbauunternehmen. Oberstes Ziel des Fachverbandes ist es, den Stahl- und Bergbauunternehmen durch seine Aktivitäten in der Interessenvertretung und durch klar definierte, fokussierte Serviceleistungen kundenorientiert in einer kostenoptimalen Struktur einen nachhaltigen Nutzen zu erbringen. Als Arbeitgeberverband verhandelt der Fachverband Bergwerke und Stahl die Kollektivverträge.

In den wichtigen Themenfeldern der Branche stellt der Fachverband den Mitgliedern Vorfeldinformationen zur Verfügung und strebt nach einem rechtzeitigen verbandsinternen Interessenausgleich. In einem klar definierten Lobbyingprozess tritt der Fachverband zeitgerecht als starker Vertreter der Branchenpositionen WKÖ-intern sowie selektiv gegenüber nationalen und internationalen Behörden und Verbänden auf.

Zur Unterstützung der Interessenvertretung bündelt der Fachverband seine Kräfte nach Möglichkeit in themenspezifischen Plattformen und Kooperationen mit anderen Fachorganisationen, sowie ausländischen Schwesterverbänden und sonstigen Organisationen. Zur Sicherstellung der Leistungsfähigkeit in einer schlanken Struktur optimiert der Fachverband sein Leistungsspektrum laufend auf der Grundlage der Mitgliederbedürfnisse. (PWK431)

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