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Junge Wirtschaft und Junge Industrie zum Tax Freedom Day: „Abgabenquote entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit“ 

Mit dem 4. August ist der Tax Freedom Day heuer 11 Tage früher als 2017 - Österreich hat im EU-Vergleich allerdings weiterhin die fünfthöchste Abgabenquote

Rechnungen
© WKÖ

„Die Entwicklung des Tax Freedom Day ist eine ausgezeichnete Nachricht für unseren Standort und jeden einzelnen Österreicher, jede einzelne Österreicherin. Ein echter Trend wird daraus aber nur, wenn die Abgabenquote nachhaltig auf unter 40 Prozent gesenkt wird“, ist Amelie Groß, Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft (JW), überzeugt. Mit dem 4. August ist der Tax Freedom Day, also jener Tag des Jahres, ab dem Herr und Frau Österreicher ihre jährliche Steuerlast abbezahlt haben und fortan in die eigene Tasche wirtschaften, 11 Tage früher als im Jahr 2017. Das frühe Datum geht heuer in erster Linie auf die gute Konjunktur und die überproportional gestiegenen Einkommen zurück, nicht aber auf Steuererleichterungen durch den Staat.

„Es ist natürlich höchst erfreulich, dass die Menschen heuer früher in die eigene Tasche arbeiten und nicht mehr nur für den Staat. In diese Richtung muss es jedenfalls weitergehen!  Bei aller Freude ist aber klar: Die Gesamtbelastung durch Steuern und Abgaben ist nach wie vor zu hoch“, findet auch der Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Andreas Wimmer. 

Im Vergleich weiterhin hohe Belastung

Österreich liegt im OECD-Vergleich weiterhin auf dem fünftschlechtesten Platz. Mehr Abgaben bezahlt man derzeit nur in Frankreich, Italien, Deutschland und Belgien.

Laut OECD gehen in Österreich 47,4 Prozent der gesamten Lohnkosten an die Finanz und die Sozialversicherung. Es sei daher „sehr zu hoffen, dass die Bundesregierung den eingeschlagenen Weg zur Stärkung des Standortes konsequent weitergeht“, so Wimmer.

Lohnnebenkostensenkung ohne drastischen Leistungsabbau

Es gilt nun, weiter in Richtung mehr Effizienz zu gehen. „Unser Staat kann locker eine gewisse Verschlankung erfahren - ohne, dass dabei die Leistungen für die Bürger drastisch beschnitten werden müssten. Transparenz, Effizienz und die Beseitigung von Doppelgleisigkeiten sind Gebote der Stunde. Langfristig wird es aber sicher nicht gehen, ohne auch heiße, unpopuläre Eisen wie eine fällige Pensionsreform, anzugehen“, ist Wimmer überzeugt. Gegen Steuern und Abgaben sei prinzipiell nichts einzuwenden, solange mit dem Steuergeld auch Sinnvolles finanziert werde: „Statt in ein ungerechtes Pensionssystem und unzeitgemäßen Föderalismus sollten wir lieber in Aus- und Weiterbildung sowie in Forschung und Innovation investieren.“

Freiheiten für Investitionen schaffen

„Ziel muss es sein, die Abgabenquote auf unter 40 Prozent zu reduzieren. Es wird den Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern laufend abverlangt, effizienter zu wirtschaften - das kann man auch vom staatlichen System verlangen“, so Amelie Groß. Eins ist klar: Die digitale Zukunft erfordert Investitionen, damit die Unternehmen gewappnet sind und Freiräume für das proaktive Gestalten ihrer Geschäftsmodelle haben. „Für uns bedeutet das, Kapital frei zu machen, einerseits indem man die Belastungen senkt – Stichwort Abgabenquote - und andererseits indem man eine möglichst große Bandbreite an Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen zur Verfügung stellt“, so Groß. 

Belastungsfrage ist zukunftsentscheidend

„An der Frage der Abgabenquote entscheidet sich die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und damit der Wohlstand der kommenden Generationen“, sind sich die Bundesvorsitzenden der Jungen Wirtschaft (JW) und der Jungen Industrie (JI) einig. „Angesichts des härter werdenden Wettbewerbs kann nur ein konkurrenzfähiger Standort sicherstellen, dass Wohlstand erarbeitet und weiterhin verteilt werden kann.“ (PWK541/JHR)

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