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Jetzt Chancen für den Standort Österreich nutzen

Top-Ökonom Gabriel Felbermayr appelliert beim WKÖ-Wirtschaftsparlament, den Standort Österreich auf kommende Herausforderungen vorzubereiten.

Prof. Gabriel Felbermayr
© Nadine Studeny Prof. Gabriel Felbermayr

Als kleine, offene Volkswirtschaft mit einem hohen Exportanteil an der Wirtschaftsleistung ist Österreich davon abhängig, auf internationalen Märkten erfolgreich zu sein. Nun verschlechtern sich die internationalen Rahmenbedingungen. Für 90 Prozent der Welt wird laut Internationalem Währungsfonds ein langsameres Wirtschaftswachstum für 2019 erwartet.

Im Sog der schwächeren Weltwirtschaft trüben sich die Konjunkturaussichten auch in der Eurozone deutlich ein. Nach sechs Jahren robusten Wachstums geht die EU-Kommission für die Eurozone von einem gemäßigten Wachstum für die nächste Zeit aus.

Auch unser wichtigster Handelspartner Deutschland „kränkelt“. Vor allem die demografische Entwicklung und die derzeitigen Handelskonflikte schwächen die deutsche Wirtschaft.

Starke Verflechtungen zwischen Deutschland und Österreich

Die Performance Deutschlands ist für Österreich besonders wichtig, weil unsere Wirtschaft in vielfacher Weise mit der unseres Nachbarlandes verflochten ist.

Eine WKÖ-Analyse zum Standortvergleich Deutschland – Österreich finden Sie hier.

2018 gingen 30 % der österreichischen Exporte nach Deutschland. Dieser Wert ist nicht nur vier Mal so hoch wie jener des Listenzweiten USA, sondern entspricht auch der Höhe des kumulierten Warenexports nach Asien, Amerika, Afrika und in die Nicht-EU-Staaten in Europa. 

Deutschland ist ebenfalls Top-Exportmarkt bei den Dienstleistungen mit einem Anteil von 40,3 %. Auch für die österreichische Tourismuswirtschaft spielt der deutsche Markt eine maßgebliche Rolle. 2018 kamen in etwa 14,1 Millionen deutsche Gäste nach Österreich für 56,3 Millionen Nächtigungen in Österreich.

 Abwehrkräfte Österreichs stärken

"Die Bedeutung der deutschen Wirtschaft für die österreichische Volkswirtschaft ist enorm", erklärte Gabriel Felbermayr, der Leiter des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, in seiner Keynote vor dem Wirtschaftsparlament der WKÖ.

"Die gute Nachricht ist: Noch sehen wir in Österreich keinen Abwärtstrend in dieser Brutalität. Und Österreich kann von Deutschland lernen, jetzt geht es darum, sich dieser Ansteckungsgefahr zu entziehen." Die Wachstumsentwicklung zwischen Österreich und Deutschland habe sich mittlerweile umgedreht. Seit 2017 wächst Österreich wieder schneller als Deutschland – und es wird so weitergehen. Deutschland hingegen nähere sich in Europa wieder der "roten Laterne".

Felbermayr appelliert an die Wirtschaftspolitik, die derzeitige "Zeitenwende" zu nutzen, um den Standort Österreich auf die Herausforderungen vorzubereiten: Eine Stärkung des Exportes spielt dabei eine maßgebliche Rolle, erläuterte der Ökonom und betonte die Bedeutung von Freihandelsabkommen für den europäischen, aber auch österreichischen Markt. Auch die Bekämpfung von überbordender Bürokratie und die Herausforderungen aus dem demografischen Wandel und der Umgang mit dem Klimawandel und der Dekarbonisierung seien anzugehen, so Felbermayr. Sein Rat an die österreichische Politik: "Deutschland läuft vor, sehen Sie zu, wie Deutschland mit den Herausforderungen umgeht." Österreich habe eine gute Ausgangslage, um daraus zu lernen. 

Was Österreich jetzt braucht

Was die "Abwehrkräfte" unseres Landes jetzt stärkt, hat die Wirtschaftskammer in konkreten Forderungen gebündelt:

  • Steuern und Abgaben senken
  • Bürokratie abbauen
  • Innovation fördern
  • Bildung verbessern
  • Investitionen stärken

Mehr dazu in unserem Forderungskatalog "Was Österreich jetzt braucht". 

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