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Jetzt Beschäftigungsmotor am Laufen halten 

Gleitsmann: Aufschwung unterstützen statt mit Wahlkampfpopulismus gefährden  

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Erfreulich sind die heute präsentierten Arbeitsmarktdaten: Bei den Beschäftigten gab es im September im Vorjahresvergleich ein Plus von 69.000 Personen, während die Arbeitslosigkeit um 0,6 Prozentpunkte zurückging. „Jetzt braucht es die richtigen Weichenstellungen, die den Aufschwung unterstützen. Für eine spürbare Lohnnebenkostensenkung wäre genau der passende Zeitpunkt, damit die Trendwende nachhaltig wirkt. Maßnahmen, wie die jetzt im Husch-Pfusch-Verfahren vor der Wahl angekündigte völlig einseitige Angleichung Arbeiter/Angestellte, würden den über Jahre aufgebauten erfolgreichen und flexiblen Arbeitsmarkt in Österreich schwer gefährden,“ warnt Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik in der WKÖ.

Betriebe beschäftigten so viele Ältere wie nie zuvor

Mit zusätzlich 50.000 Beschäftigten 50+ (im Vorjahresvergleich) geht der Anstieg der Beschäftigten größteils auf die Altersgruppe 50+ zurück. „Das zeigt einmal mehr, dass die Betriebe ihre Verantwortung gegenüber dieser Altersgruppe sehr verantwortungsvoll wahrnehmen,“ so Gleitsmann. „Die Betriebe brauchten keine Zwangsquoten, wie es im anvisierten Bonus-Malus-Modell der Bundesregierung vorgesehen war, denn die mit Ende Juni zum Ziel gesetzten Beschäftigungsquoten für Ältere wurden damals bereits weit übertroffen und steigen nach wie vor deutlich an. Der Ausbau der Eingliederungsbeihilfe war genau der richtige Weg, der vielen älteren Arbeitslosen den Wiedereinstieg in den Job erleichtern konnte,“ betont der WKÖ-Experte und kritisiert, dass Betriebe in die Aktion 20.000 nach wie nicht einbezogen sind. „Jobs in Betrieben geben den Menschen wieder die langfristige Perspektive, die sie brauchen. Befristete künstliche Jobs, wie sie derzeit in der Aktion 20.000 geschaffen werden, kommen am Ende des Tages sehr teuer, helfen den betroffenen Menschen aber nicht wirklich. Die Betriebe müssen daher unbedingt in die Aktion 20.000 einbezogen werden, wie dies im Gesetz auch vorgesehen ist,“ so Gleitsmann.  

Regionale Mobilität gegen den Fachkräftemangel im Westen

Der positive Rückgang der Arbeitslosigkeit in Wien darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass österreichweit jeder 3. Arbeitslose in Wien einen Job sucht. „Die Jobaussichten sind nicht mehr in der Großstadt, sondern am Land besser, etwa in der Steiermark oder in Tirol, wo es einen Rückgang der Arbeitslosigkeit im zweistelligen Bereich gibt. Die Kehrseite: Der Fachkräftemangel ist Sorge Nummer 1 bei unseren Betrieben. Österreich braucht daher mehr regionale Mobilität unter den Arbeitsuchenden,“ fordert Gleitsmann.

Jugendarbeitslosigkeit: Österreich rutscht im EU-Ranking weiter ab

Nur durchwachsen ist die Entwicklung bei den jungen Menschen. Im europäischen Vergleich ist Österreich trotz eines überdurchschnittlich hohen Einsatzes an Fördermitteln nur mehr an fünfter Stelle. Der Fokus muss hier wieder deutlich stärker auf Förderung der betrieblichen Lehre liegen, fordert die WKÖ. Es ist daher sehr erfreulich, dass das AMS die Förderung der betrieblichen Lehre wieder mehr forciert und die Förderung für Betriebe, die über 18-Jährigen eine Lehrstelle bieten, ausbaut, so der WKÖ-Experte.  (PWK758/PM)

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