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JW-Konjunkturbarometer: Jeder zweite Jungunternehmer erwartet schon heuer die Rückkehr zur Normalität

Holzinger: „Viele fassen wieder Mut“ – Umsetzung eines Beteiligungsfreibetrages und Maßnahmen für eine Kultur der zweiten Chance gefordert

JW-Bundesvorsitzende Christiane Holzinger
© JW/Anna Rauchenberger JW-Bundesvorsitzende Christiane Holzinger

Exakt drei Viertel (75 Prozent) der österreichischen Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer zeigen sich persönlich von der Corona-Krise betroffen: Das dokumentiert das Konjunkturbarometer der Jungen Wirtschaft (JW) in der WKÖ, welches das Market-Institut Ende Mai/Anfang Juni erhoben hat und das heute von der JW-Bundesvorsitzenden Christiane Holzinger präsentiert wurde. 

Der Lockdown und die Eindämmungsmaßnahmen haben deutliche Spuren hinterlassen und speziell in einigen Branchen der zuvor ausgezeichneten Stimmung einen kräftigen Dämpfer verpasst. Die Jungunternehmerinnen und –unternehmer sind bei der Ertragslage, ihrer eigenen Kostensituation, den Investitionsaktivitäten oder den Plänen, neue Mitarbeiter zu engagieren, deutlich vorsichtiger gestimmt als in vorangegangenen Befragungen. 

„Wir sehen das klare Signal, dass Corona eine sehr spürbare Krise ist, aber für die Jungunternehmen nicht das Ende der Welt darstellen wird“, kommentiert Market-Institutsvorstand David Pfarrhofer die Ergebnisse. 

So erwartete zum Erhebungszeitpunkt fast jeder Zweite eine Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität noch für das Jahr 2020 (48 Prozent). Weitere 45 Prozent glauben, dass erst im Jahr 2021 wieder Normalität einkehren wird. Nur 7 Prozent sagen die Normalisierung der Wirtschaft erst für das Jahr 2022 oder noch später voraus. 

Österreichs Jungunternehmer als „Stimmungs-Pioniere“

„Wir haben alle eine emotionale Berg- und Talfahrt durchlebt“, sagt die JW-Bundesvorsitzende Christiane Holzinger. „Jetzt sehe ich, dass viele wieder Mut für die Zukunft gefasst haben.“ 

Damit spielen Österreichs Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer eine „Pionierrolle“ bei der Aufhellung der wirtschaftlichen Stimmung. Pfarrhofer: „In den letzten Tagen durchgeführte Erhebungen zeigen an, dass generell in der Wirtschaft das Vertrauen in die Zukunft wieder wächst.“

Wirtschaftskammer und Steuerberater wichtigste Unterstützer

Bei den Top-Beratungsstellen während der Krise liegen die Wirtschaftskammer mit ihren Sparten/Branchen und dem Corona-Infopoint (52 Prozent) sowie die Steuerberater (50 Prozent) klar an der Spitze. 

Die zum Befragungszeitpunkt wichtigsten geforderten Maßnahmen der Jungunternehmer waren die Verlängerung des Corona-Hilfsfonds (51 Prozent) und ein Vorziehen der Auszahlung (48 Prozent), ein Hilfspaket für Gründer (48 Prozent) sowie die Verlängerung von Steuerstundungen (43 Prozent) und der Kurzarbeit (24 Prozent). 

„Die Bundesregierung hat wesentliche dieser Anliegen nach Verhandlungen mit der Wirtschaftskammer Österreich bereits fixiert und damit rasch gehandelt. Jetzt muss das alles rasch bei den Betroffenen ankommen“, so Holzinger. 

Beteiligungen an jungen Unternehmen fördern

Um junge Unternehmen bei der Rückkehr zur Normalität nachhaltig zu unterstützen, fordert die Junge Wirtschaft vor allem die Umsetzung eines Beteiligungsfreibetrages, Maßnahmen für eine Kultur der zweiten Chance, steuerliche Erleichterungen und die Unterstützung digitaler Transformation.

Holzinger: „In Österreich liegt ganz viel Geld unter dem Kopfpolster oder auf dem Sparbuch, ohne Ertrag zu bringen; die Risikobereitschaft, Geld in Unternehmen zu investieren, ist hingegen zu gering.“ Gerade mit Blick auf die schwierige Fremdkapital-Situation und die finanziellen Anforderungen von Gründern, Startups und jungen Betrieben sollen private Beteiligungen an Neugründungen oder kleinen und mittleren Unternehmen deshalb bis zu einer Höhe von 100.000 Euro als Freibetrag über fünf Jahre absetzbar sein. 

Arbeitsplatz-Absetzbarkeit vorziehen und digitale Transformation fördern

Zudem fordert Holzinger, dass die geplante Absetzbarkeit des Arbeitsplatzes im Wohnungsverband vorgezogen und das erfolgreiche „KMU.Digital“-Programm fortgesetzt wird. Dafür sollen jährlich mindestens 20 Mio. Euro zur Verfügung gestellt werden, um junge Unternehmen gegen Krisen besser zu rüsten und ihre digitale Transformation mit Beratung und Unterstützung zu forcieren. 

Nachdem auch vielversprechende junge Betriebe durch die Corona-Krise unschuldig zum Handkuss kommen, fordert die Junge Wirtschaft ein Maßnahmenpaket für eine neue Kultur der zweiten Chance. „Wir brauchen für jene, die es unverschuldet erwischt hat, eine gute neue Startbasis“, so die JW-Vorsitzende. 

Das Konjunkturbarometer der Jungen Wirtschaft wurde bereits zum 19. Mal durchgeführt. Im Zeitraum 22. Mai bis 8. Juni 2020 nahm die Rekordzahl von 2.574 Jungunternehmern an der via Online-Interviews durchgeführten Befragung teil. (PWK334/HSP)

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