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JW-Holzinger: Potenzial von Künstlicher Intelligenz für heimische Unternehmen jetzt heben

Junge Wirtschaft präsentiert Forderungsprogramm „KI-Prioritäten“ – Holzinger und Wasner (AI-Austria): KI als Wachstumsturbo für Wirtschaft nutzen – Bis 2035 rund 3% Wachstum möglich

Andreas Rath (ONDEWO), Christiane Holzinger, Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft (JW), und Clemens Wasner, Obmann von AI Austria
© WKÖ/DMC Andreas Rath (ONDEWO), Christiane Holzinger, Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft (JW), und Clemens Wasner, Obmann von AI Austria

„Welche Regierung auch immer ab Herbst am Zug ist: das KI-Potenzial für Österreich zu heben, muss zentraler und vorrangiger Inhalt werden. Immerhin wissen wir aus aktuellen Berechnungen, dass durch den Einsatz von KI bis 2035 ein Wachstum von 3% für die österreichische Wirtschaft erreicht werden kann“, appellierte Christiane Holzinger, Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft (JW), am Mittwoch in Wien. Gemeinsam mit KI-Experten Clemens Wasner, Gründer und Obmann von AI Austria, präsentierte Holzinger das Forderungsprogramm „KI-Prioritäten“. Damit bringt die JW auf den Punkt, was Österreich tun muss, um vom Wachstumsturbo KI zu profitieren und damit im internationalen Standort-Wettbewerb zu punkten. „Denn wenn wir die Chancen, die KI für Volkswirtschaft und Unternehmen eröffnet, nutzen wollen, müssen wir heute die richtigen Weichen dafür stellen“, zeigen sich Holzinger und Wasner überzeugt. 

Die Prioritäten wurden von der Jungen Wirtschaft gemeinsam mit dem unabhängigen Think Tank AI Austria entwickelt. Basis dafür waren auch die Ergebnisse der von der JW im ersten Halbjahr 2019 durchgeführten Roadshow zum Thema KI, an der mehr als 1.300 Unternehmen teilgenommen haben. Die Bandbreite der Maßnahmen im 9-Punkte-Forderungsprogramm ist breit: Sie reicht von einer leistungsfähigen Big-Data-Infrastruktur über gesetzliche „Sandboxes“, in denen keine traditionellen regulatorischen Innovationshürden bestehen bis zur wahlweisen Bilanzierung eigenerstellter immaterieller Vermögensgegenstände. Eine Gemeinsame KI-Strategie für Europa steht ebenso auf der Agenda wie die innovationsfreundliche Sicherung von Eigentum und eine qualifizierte Debatte über ethische Standards im Kontext von KI. 

Besonderer Fokus auf Fachkräftesicherung

Ein besonderer Fokus wird auf die Fachkräftesicherung gelegt. „Österreichs Wirtschaft braucht dringend ausreichend qualifizierte Fachkräfte in den Bereichen Machine learning (ML) und KI. Bei der Ausbildung in den unterschiedlichen Bildungseinrichtungen und auf unterschiedlichen Niveaus ist eine strukturierte Vorgangsweise notwendig, die sich an der Wertschöpfungskette orientiert,“ so Holzinger. „Wir haben detaillierte Kompetenzprofile erstellt, die passend nach Kapazitäten und regionaler Verteilung zur Verfügung stehen müssen. Dafür braucht es eine konzertierte Vorgehensweise. Zudem muss ‚data literacy‘ in das Bildungssystem Einzug halten“, konkretisiert Wasner. Zusätzlich zur ambitionierten Aus- und Weiterbildung von Fachkräften im Inland müsse Österreich verstärkt Fachkräfte für die Bereiche KI und ML aus dem Ausland anwerben: „Die geplanten Verbesserungen bei der RWR-Karte sind auch unter diesem Aspekt konsequent umzusetzen.“

USA und Asien rittern um KI-Weltmarktführung – Österreich hat Aufholbedarf

Im asiatischen Raum forcieren die Regierungen ihre Anstrengungen massiv, um ihre Länder zu KI-Vorreitern zu machen. China hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 KI-Weltmarktführer zu werden. Aktuell nehmen diese Rolle die USA ein, die von einer breiten Basis inner- und außeruniversitärer Forschung im Bereich KI sowie von enormen privatwirtschaftlichem Engagement profitieren. Allein im Jahr 2017 investierten die Top-5-Unternehmen rund 76 Mrd. US-Dollar in KI-Forschung. 

Österreich hat im KI-Bereich großen Aufholbedarf. Zwar gibt es seit 1984 ein Institut für Künstliche Intelligenz, und laut der österreichischen KI-Landkarte von „EnliteAI“ sind in Österreich mehr als 40 KI-Start-ups aktiv. Bisher ist aber in keinem der Bereiche (u.a. Automotive, Big Data oder Media Analytics) ein Deep-Tech-KI-Vorreiter sichtbar. Radikale Innovationssprünge fehlen somit in Österreich. „Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt rechtzeitig und strategisch fundiert handeln, damit unsere Unternehmen die wirtschaftlichen Potenziale von KI im Interesse des ganzen Landes nützen können“, zeigten sich Holzinger und Wasner überzeugt.

KI eröffnet große Chancen für KMU

Die Chancen, die Künstliche Intelligenz bietet, beschränken sich keineswegs auf große, internationale Konzerne: Gerade Klein- und Mittelbetriebe können vom technologischen Fortschritt profitieren. „Marketing, Vertrieb, interne Prozesse sowie Kundenservice sind bereits heute gut mit fertigen Lösungen abgedeckt, die sich auch bei KMU kostengünstig in die bestehende IT integrieren lassen“, weiß Wasner. Gerade bei Kleinbetrieben mit oft geringerer Verfügbarkeit von Ansprechpartnern und dem Fehlen eines Rund-um-die-Uhr-Kundensupports, können Assistentensysteme und Chatbots einen großen Beitrag leisten, so Wasner. Fest steht: Gelingt es Österreich, das vorhandene Know-how, etwa im Bereich Produktion, mit neuen digitalen Kompetenzen und neuen Technologien zu kombinieren, entstehen gerade im B2B-Bereich große Innovationspotenziale.

Holzinger: Erfolgsprogramm KMU-Digital fortführen

Genau hier setzt das Erfolgsprogramm „KMU Digital“ an, das Unternehmen bei ihrem Schritt in die Digitalisierung, wie etwa bei der Einführung von KI, unterstützt hat. „KMU Digital sollte daher so bald wie möglich fortgesetzt werden“, appellierte Holzinger. Auch die Europäischen Kommission empfahl am 5. Juni - aufgrund der starken Inanspruchnahme und des großen Interesses der Digitalisierungs-Beratungen - eine Verlängerung und Ausweitung von „KMU Digital“. Ebenso wird eine stärkere politische Schwerpunktsetzung auf die Unternehmensdigitalisierung im Rahmen der österreichischen Digitalisierungsstrategie empfohlen.

„Unsere jungen Unternehmen in Österreich sind bereit für die Zukunft – deshalb verdienen sie auch die besten Rahmenbedingungen, um für Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung zu sorgen. Die JW steht mit ihrer Expertise dabei gerne zur Verfügung“, unterstrich Holzinger abschließend.  (PWK331/ES)

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