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JW-Holzinger: Entlastung ist die beste Hilfe für den Aufschwung

JW-Umfrage zeigt Unsicherheit wegen fehlender Planbarkeit und steigender Kosten

Christiane Holzinger, Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft
© JW/Anna Rauchenberger

"Angesichts erheblicher Unsicherheiten für die weitere wirtschaftliche Entwicklung, allen voran Omikron und die Inflationsgefahr, brauchen Österreichs junge Betriebe neben klarer Planbarkeit in der Krise spürbare finanzielle und bürokratische Entlastungen. Viele hilfreiche Maßnahmen sind bereits im Regierungsprogramm festgeschrieben bzw. in der Steuerreform enthalten. Sie müssen von der Bundesregierung nur jetzt zügig und konsequent umgesetzt werden“, so Christiane Holzinger, Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft (JW) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). 

Der neue Konjunkturbarometer der Jungen Wirtschaft zeigt:  

  • Entlastung ist für junge Betriebe das Top-Thema für den Aufschwung - und auch die Antwort auf den steigenden Kostendruck.
  • Der Blick ist weiterhin professionell und realistisch in die Zukunft gerichtet – wenn auch die Stimmungslage angespannt ist.
  • Die Bundesregierung soll die im aktuellen Regierungsprogramm geplanten Entlastungsmaßnahmen konsequent umsetzen.
  • Planbarkeit für junge Betriebe ist in Krisenzeiten das Um und Auf. 

Omikron und Inflation gehen nicht spurlos an den heimischen Jungunternehmern vorüber: Die Daten des neuen JW-Konjunkturbarometers zeigen, dass die Stimmungslage der jungen Betriebe in vielen Bereichen von Vorsicht und Realismus geprägt ist, etwa bei Investitionen (37 Prozent rechnen mit sinkenden Investitionen) oder bei der Einschätzung der eigenen Ertragslage (mit einer Verbesserung rechnen nur 21 Prozent). Die höchste, bisher gemessene Inflationserwartung (83 Prozent) macht die stark verbreitete Sorge um die Geldwertstabilität aus.  

"Als ‚Seismografen‘ der Unternehmerlandschaft in Österreich machen die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer im JW-Konjunkturbarometer auf Entwicklungen wie den steigenden Kosten- und Belastungsdruck aufmerksam und der im kommenden Jahr für viele Betriebe zu einer enormen Herausforderung wird“, so Holzinger.  

Steigende Kosten werden zum Problem

Die steigenden Kosten bremsen auch die Möglichkeiten, neue Mitarbeiter zu beschäftigen (nur mehr 26 Prozent planen Neueinstellungen), wenngleich die jungen Betriebe diesbezüglich vor einem Jahr deutlich restriktiver waren. 51 Prozent der Befragten sind der Überzeugung, dass sich die eigene Kostensituation verschlechtern wird. Die zentralen Herausforderungen des Jahres 2022 sind für die Jungunternehmer folglich die steigenden Preise von Rohstoffen und Vorleistungen (47 Prozent), hohe Energiepreise (40 Prozent), Lieferkettenprobleme (39 Prozent) sowie Fachkräftemangel (34 Prozent) und Arbeitskosten (32 Prozent). 

Entlastung ist die beste Hilfe für den wirtschaftlichen Aufschwung 

Vor diesem Hintergrund ist der Auftrag der Jungunternehmer an die Politik klar: "Österreichs junge Betriebe brauchen mehr Entlastung, denn Entlastung ist die beste Hilfe für den Aufschwung. Dies gilt insbesondere für eine steuerliche Entlastung, die für die große Mehrheit unserer Mitglieder auch die wichtigste Aufgabe der Bundesregierung ist“, erklärt Holzinger. Die große Bedeutung steuerlicher Entlastung zeigt sich auch daran, dass jungunternehmerrelevante Detailmaßnahmen der Steuerreform sehr positiv bewertet werden. Dies gilt insbesondere für die Erhöhung des Gewinnfreibetrags (für 68 Prozent sehr bzw. eher positiv), die Senkung der Einkommenssteuer (für 64 Prozent sehr bzw. eher positiv), die höhere Grenze für geringwerte Wirtschaftsgüter (für 58 Prozent sehr bzw. eher positiv), die Einführung eines Investitionsfreibetrags (für 57 Prozent sehr bzw. eher positiv) und die Absetzbarkeit des Arbeitsplatzes im Wohnungsverband (für 42 Prozent sehr bzw. eher positiv).  

Nachvollziehbares Pandemiemanagement nötig 

"Dass sich die Bundesregierung gegen einen Omikron-Lockdown und damit für einen maßvollen Umgang mit der Pandemie entschieden hat, ist für die Jungunternehmer zu Jahresbeginn ein wichtiges Signal. Mit Blick auf 2022 ist Planbarkeit für unsere Mitglieder das Um und Auf und das muss sich insgesamt im Pandemiemanagement der Regierung wiederspiegeln“, so Holzinger. 

"Hausgemachte" Belastungen abbauen 

"Auch bei den Zukunftsthemen der Jungunternehmer steht die Entlastung im Vordergrund. Top-Themen für uns als JW ist eine Reduktion der Arbeits- bzw. Lohnnebenkosten, Bürokratieabbau und Entlastungen bei der Lohnverrechnung. Weitere Anliegen sind die Schaffung einer neuen, günstigen Rechtsform für Start-ups wie die Austrian Limited, die Abschaffung der Mindest-KÖSt und die Einführung eines Beteiligungsfreibetrags sowie die Umsetzung einer Fachkräfteoffensive“, so Holzinger. Vor diesem Hintergrund fordert die Junge Wirtschaft, dass die Bundesregierung die entsprechenden Vorhaben im aktuellen Regierungsprogramm zügig umsetzt. 

Entlastung nützt Betrieben und Konsumenten 

Kommt es nicht zu den notwendigen Entlastungen, beeinträchtigt dies nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, sondern auch ihre Fähigkeiten, neue Arbeitsplätze zu schaffen. "Österreichs Jungunternehmen wollen wachsen, Corona hin oder her. Deshalb sind Entlastungsmaßnahmen die beste Hilfe für den Aufschwung.“ (PWK011/NIS)

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