th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Investitionspaket Klimaschutz ist ein „Wirtschaftsturbo“

Sanierungen, Sonnenstrom, Reparaturen: Gewerbe und Handwerk begrüßen ambitioniertes Paket  

Klimatechnik
© WKÖ

Wirtschaft und Klimaschutz sind kein Widerspruch, ganz im Gegenteil: Klug eingesetzte Mittel tragen zum Erreichen der Klimaziele bei und können zugleich den Unternehmen, die nach dem Corona-Lockdown schwer angeschlagen sind, einen Weg aus der Krise weisen. „Intelligent verwirklichter Klimaschutz ist ein Investitions- und Wirtschaftsturbo“, betont Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Das Investitionspaket für den Klimaschutz, das am Mittwoch den Ministerrat passierte, leistet dazu aus Sicht der Wirtschaft einen höchst willkommenen Beitrag.

„Intelligente Sanierung ist ein Gebot der Stunde“

In den Jahren 2021 und 2022 sind nun insgesamt 750 Mio. Euro für thermische Sanierung und den Umstieg auf saubere Heizungen vorgesehen.  Die Anhebung des Heizkesseltauschprogramms auf 200 Mio. Euro pro Jahr ist ein wichtiger Anreiz, um jetzt fossile Anlagen auszuwechseln. „Intelligente Sanierung ist ein Gebot der Stunde“, sagt Michael Mattes, Bundesinnungsmeister für die Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker.  Mit den geplanten Finanzierungshilfen werde diese auch für einkommensschwächere Haushalte ermöglicht. 

Wichtig sei freilich auch der effiziente Betrieb bei bestehenden Anlagen. Dieser lasse sich mit der thermisch-energetischen Sanierung gewährleisten. 

Dass dafür 250 Mio. Euro in den Jahren 2021 und 2022 vorgesehen sind, ist auch aus Sicht der Bauwirtschaft zu begrüßen. Ein wesentlicher Konjunkturimpuls wird darüber hinaus von den Investitionen in die Infrastruktur bestehender und Entwicklung umweltschonender Gebäude sowie aus dem Neubau- und Sanierungsplan für die Schulen ausgehen. „Gefragt sind aktuell Investitionsprogramme, die zum Erreichen der ökologischen Zielsetzungen des Regierungsprogramms beitragen und gleichzeitig Impulse für die heimische Beschäftigung setzen“, sagt Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel. „Die Bauwirtschaft mit ihren vielfältigen gesamtwirtschaftlichen Verflechtungen und hohen Multiplikator-Wirkungen eignet sich ideal dafür, beide Ziele unter einen Hut zu bringen.“

Zukunftsthemen für wesentliche Branchen im Handwerk

Auch die Förderung von Photovoltaik-Kleinanlagen mit insgesamt 80 Mio. Euro in den Jahren 2020 bis 2022 wird von den Elektrotechnikern überaus positiv bewertet. Die geförderten Projekte würden im Schnitt das Vierfache an Investitionen auslösen. „Ein ambitioniertes Programm“, freut sich Andreas Wirth, Bundesinnungsmeister der Elektrotechniker in der Wirtschaftskammer Österreich, über den Ausbau der Photovoltaik-Anlagen mit der Eine-Million-Dächer-Initiative. Die rund 7.700 Elektrotechniker sorgen mit Weiterbildungen dafür, dass genügend gut ausgebildete Fachkräfte vorhanden sind. Er erinnert daran, dass künftig Speicher- und Energiemanagementsysteme ein wichtiges Zukunftsthema werden - nicht nur für die Elektrotechniker selbst, sondern auch für alle Zuliefergewerbe und den Handel. 

„Die Unterstützung von Reparaturleistungen entspricht genau den Werten, die unsere Branche vorlebt. Die Stichworte lauten Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung durch handwerkliches Geschick.“
Bundesspartenobfrau Renate Scheichelbauer-Schuster

Die Senkung der Mehrwertsteuer auf 10 Prozent für kleinere Reparaturen wie Geräte, Fahrräder, Schuhe oder in der Änderungsschneiderei sei ein „guter erster Schritt“, sagt Scheichelbauer-Schuster: „Für Reparaturen im Wohnraum wäre die Neuauflage des Handwerkerbonus die perfekte und dringend notwendige Ergänzung. Das wäre eine Win-win-Situation für die Konsumenten und die Betriebe.“ (PWK288/HSP)

Das könnte Sie auch interessieren

LKW

WKÖ-Klacska: EU-Mobilitätspaket bringt einige Erleichterungen für Unternehmen, aber auch vergebene Chancen

Licht und Schatten der neuen EU-Regelungen für Entsendung, Sozialvorschriften und Kabotage mehr

Plastikflaschen

Lebensmittelgewerbe: Recycling muss alltagstauglich sein

Bundesinnungsmeister Willibald Mandl: Klein- und Mittelbetriebe würden mit teurem Pfandsystem über Gebühr belastet. Ganzheitliches Sammelsystem funktioniert. mehr